Berichte Hundesport

Berichte Hundesport aus dem CJ 02/2022

Bericht über die 1. Bundessiegerprüfung im CaniCross

Nach Hoffen und Bangen war es am 5. März endlich so weit.
Es war erst unklar, ob Hila und ich uns qualifizieren konnten, weil wir unseren Lauf nicht bei der eigenen Landesverbandsmeisterschaft errollen konnten. Eigentlich braucht man dann 2 Qualifikationen, die wir in diesem Zeitraum nicht mehr schaffen konnten, da es keine weiteren Rennen mehr gab.

Im Januar kam dann die Nachricht, dass aufgrund von Corona auch andere Starter nicht genug Qualifikationen hatten, es wurde die Zulassung geändert.

Also habe ich uns angemeldet und wir haben unser Training so gut es ging weiter geführt.

Aufgrund der bestehenden Coronaregeln fanden die Starts im Bikejöring und Dogscooter allerdings am Samstag statt, alle Läufer dann am Sonntag. Normalerweise sind die Starts jeweils über beide Tage verteilt. So blieben uns zwischen dem 1. und 2. Start lediglich 3 Stunden Verschnaufpause, für Svenja durch ihren Doppelstart weniger.

Ein paar Wochen vor der Veranstaltung stürmte und regnete es ununterbrochen.
Die Zweifel an unserem Start wurden immer größer.
Das Rennen sollte auf der Pferderennbahn stattfinden, welches der HSV Quakenbrück ausrichtete.
Bei derartigen Wetterbedingungen ist die Strecke unglaublich schwer für Mensch und Hund.

Zum Glück änderte sich das Wetter und eine Woche vor der Veranstaltung mit Frost in der Nacht und tagsüber Sonnenschein mit Temperaturen um 6-7 Grad.
Ideale Bedingungen, besser war es für ein Rennen auf einer Rasenbahn nicht möglich.

Am Samstagmorgen reiste ich an, um mich mit Svenja zu treffen, die mit ihren Jungs sowohl beim Dogscooter als auch beim Bikejöring an den Start gehen wollte.

Ich ging in der Altersklasse Senioren an den Start, dort waren 6 Starterinnen gemeldet. Kurz vor der Veranstaltung waren es nur noch 4.
Vor mir gingen ausschließlich Teams mit Hounds an den Start, gegen die wir keine Chancen hatten. Aber darum ging es mir auch gar nicht.
Unsere Qualifikationszeit im gesamten Starterfeld war nicht die schlechteste.

Also hieß es für mich: Dabei sein ist alles!
Und natürlich Spaß haben.

Zuerst waren die Dogscooter am Start, erst die Aktivenklasse, in der auch Svenja mit Kando an den Start ging.
Danach starteten die Senioren.

Im Anschluss waren alle Starter mit dem Bike an der Reihe. Auch hier gingen die Aktiven und Senioren getrennt an den Start, so waren Hila und ich in Runde 1 als vorletzte Starterin auf die Bahn.

Den Vorteil, den die meisten anderen Teams hatten, andere Teams neben oder vor sich auf der Strecke zu haben, hatten wir somit leider nicht.

(Foto von Dogpaparazzi)

Mit Christian als Doghandler und einer hochmotivierten Hila stand ich am Start. Im Abstand von 1 Minute gingen die Teams auf die Strecke.
Somit war das Team vor uns schon lange außer Sicht, aber Hila startete zügig durch.
Wie auf Schienen lief sie die 2000 m, die in einer Schleife auf der Innenbahn an Start und Ziel vorbei und dann auf der Außenbahn komplett herum führte.

Für viele Hunde war diese Gegebenheit tatsächlich sehr irritierend, wenn auf der anderen Bahnseite Menschen standen oder die fertigen Teams anhielten.
An dieser Stelle haben einige Teams Zeit verloren, einmal kam es auch zu einem Sturz, weil der Hund die Bahn wechseln wollte.
Passiert ist aber während des ganzen Rennens niemanden etwas.

Die Strecke war zwar trocken, aber trotzdem wegen Unebenheiten schwer zu fahren.
Runde 1 beendeten wir mit einer Zeit von 05:54 min.
Leider war die Doppelstarterin hinter uns 1 Sekunde schneller als wir, somit starteten wir in der 2. Runde 3 Stunden später als Letzte.
In der Pause konnte Hila mit Schlaf und Zusätzen regenerieren und war auch nachmittags wieder hochmotiviert.

Wieder mit Christian als Doghandler startete Hila zielstrebig nach vorne weg.
Ebenso souverän wie im 1. Lauf umfuhren wir die Hindernisse. Lediglich die scharfe Linkskurve konnten wir nicht so eng nehmen, wie beim ersten Mal.
Durch die Sonne war der Boden mittlerweile etwas rutschiger geworden und einen Sturz wollte ich keinesfalls riskieren.

Gefühlt waren wir im Schneckentempo unterwegs und mir ging wirklich die Puste aus und die Beine waren schwer wie Blei.
Hila lief wieder wie auf Schienen und suchte sich instinktiv den geringsten Widerstand. Am Ende konnten wir uns um 14 Sekunden verbessern, auch wenn es sich überhaupt nicht so angefühlt hat.

In der Seniorenklasse haben wir wie erwartet den 4. Platz erreicht.
Im gesamten Starterfeld war unsere Zeit wieder nicht die schlechteste, 6 Starterinnen in der Aktivenklasse konnten wir hinter uns lassen.

(Foto von Dogpaparazzi)

Für mich war der Tag ein tolles Erlebnis, auch mit Hila an einer Bundessiegerprüfung teilzunehmen zu können.
Wegen ihrer tollen Leistungen war ich so stolz auf sie.
Immerhin war diese Teilnahme erst unser zweiter Start bei einem offiziellen Rennen.

Unsere 3 Beaucerons brauchen sich bei dieser Veranstaltung keinesfalls zu verstecken, sie haben durchweg tolle Leistungen gezeigt.

Die Saison geht jetzt so langsam zu Ende, aber im Herbst sind schon die nächsten Termine geplant.

Eure Manu mit Hila

Wir reisten am Freitagnachmittag in Quakenbrück an. Das Organisationsteam vor Ort war super freundlich und man merkte ihnen an, dass sie richtig Lust auf diese Veranstaltung hatten.

Zwei Mal wurde die Bundessiegerprüfung im Canicross wegen Corona abgesagt. Aber dieses Mal nicht!
Dafür fast für mich und die Jungs!
Zwei Wochen vor der Bundessiegerprüfung infizierte ich mich auf der Arbeit im Krankenhaus mit Corona. 7 Tage lag ich komplett im Bett. 12 Tage, bis ich mich freitesten konnte.
Hieß 14 Tage kein Training. Weder für Perry und Kando, noch für mich. Tolle Voraussetzungen.

Nach einer frostigen Nacht, erwachten wir bei Minusgraden und knallblauen Himmel. Besser konnte es nicht sein. Nach der Anmeldung und dem Mushermeeting ging es für mich und Kando als erstes auf die Strecke. Der Scooter ist mein favorisiertes Gerät, jedoch nicht auf Rasen.

(Foto von Dogpaparazzi)

Kando legte einen sauberen Start hin, bis ich nach ca. 200 m in eine Heche flog. Warum, weshalb und weswegen ich nicht reagiert habe, als Kando links an der Hecke vorbei wollte, kann ich nicht sagen. Er selbst weiß wahrscheinlich auch nicht, was ihn da geritten hat.
Aber das gehört auch zum Sport dazu.
Hund schnell kontrolliert – er hatte nichts. Bestandsaufnahme bei mir – alles noch da, wo es hin gehörte und weiter ging’s.

Nach meinem Freiflug ließ mich Kando ganz schön arbeiten. Ich hatte das Gefühl, dass er auf mich geachtet hat: „Bloß nicht zu viel Tempo, sonst fliegt das Frauchen wieder!“

Dann kam der Start- und Zielbereich in Sicht. Kando zeigte sich total verwirrt und nahm abermals Tempo raus.
Es gibt wenige Rennen mit so einer Streckenführung. Als wir dann nach gefühlten 20 km ins Ziel kamen, auch wenn’s eigentlich nur 2 waren, wurde der dicke Bubbelmann erst mal geknuddelt und geküsst. So gehört es sich nämlich. Egal wie der Trail war, man bedankt sich bei seinem Hund. Zughundesport ist Teamsport!

(Foto von Dogpaparazzi)

Bis ich wieder an den Start musste, hatte ich gut 40 min Zeit, um Kando zu versorgen und Perry fertig zu machen. Dank Manu und Christian lief dies reibungslos. Ohne solch ein Team ist man ganz schön aufgeschmissen. Ich danke Euch beiden sehr dafür.

Perry war am Start völlig außer sich. Er vibrierte vor Tatendrang und mir war einfach nur schlecht. Ich wollte umdrehen und sofort gehen. Aber dafür war keine Zeit mehr. Perrys Schwachstelle auf Rennen ist das ruhige Stehen im Line Out. Es war wichtig, dass Christian ihn gut festgehalten hat. Als wir aufs GO los fuhren, war meine Angst weg. Der Kleine legte einen schnellen Start hin. Er ließ sich durch die Streckenführung nicht beirren. Selbst im Start- und Zielbereich zog er voll durch.
Auf der großen Außenbahn merkte ich allerdings, dass mir die Kräfte ausgingen. Wir waren an der Stelle angekommen, an der die Starter von der Innenbahn auf die mittlere Bahn geführt werden, um am Start- und Zielbereich vorbei zu fahren. Genau in diesem Moment kam ein Starter. Wir befanden uns auf der Außenbahn Richtung Ziel.
Dieser andere Starter fungierte Perry als Hase und der kleine Mann holte noch mal das Maximum raus. Im Ziel flossen dann Freudentränen. Sein 3tes Bikejöring Rennen und so eine Leistung. Ich war so stolz!

(Foto von Dogpaparazzi)

Wieder bliebt nicht viel Zeit- Manus Start stand bevor. Also habe ich Perry versorgt, während Christian sich um Manu und Hila kümmerte.

Wir feuerten Manu und Hila an und freuten uns gemeinsam über ihre starke Leistung.
Danach hatten wir gut 2 Stunden Pause bis alles von vorne losging.

Kandos zweiter Start war fehlerfrei und er zeigte allen, wieso er liebevoll Bulldozer genannt wird.
Perry legte, exakt auf die Sekunde, die gleiche Power wie im ersten Rennen an den Start.

Natürlich könnte ich mich über meinen Sturz ärgern oder darüber, dass Corona mich stark zurück geworfen hat, aber das tue ich nicht.
Wir waren bei der 1. Bundessiegerprüfung im Canicross dabei und wir sind stolz! Wir hatten ein tolles Wochenende.

Eure Svenja mit Kando und Perry sowie der weltbeste Doghandler Christian

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 01/2022

Die 1. Landesverbandsmeisterschaft Canicross im Landesverband Westfalen

Am 19.12.2021 fand rund um den Ewald See in Herten die 1.LV-Meisterschaft Canicross des LV Westfalen statt. Ausrichter war unser Verein, der HSV Dortmund-Wickede-Asseln.
Als ich im November die Ausschreibung zu diesem Turnier sah, war mein erster Gedanke, da machst du mit!
Ich fahre und laufe nun schon ein paar Jahre auf Rennen rund um den Zughundesport. Seit geraumer Zeit entwickelt sich diese Sportart in den DVG Verbänden, so dass es nun sogar eine eigene Bundessiegerprüfung geben wird.
Mein Ziel für dieses Rennen war nicht zu Gewinnen oder einen neuen Rekord aufzustellen, nein, mein Ziel war es die Qualifikationszeit für die Bundessiegerprüfung zu schaffen, um dann im März auf der DVG-BSP in Quakenbrück starten zu dürfen.

Als ich Manu fragte, ob auch sie Interesse hätte, sagte sie sofort zu. Allerdings war sie erst noch unschlüssig was sie genau melden sollte. Sie entschied sich mit Hila im Bikejöring an den Start zugehen.
Ich selbst hatte 2-mal die Langstrecke (3,2 km) gemeldet, einmal mit Kando im Dogscooter und mit Perry im Bikejöring.
Für meinen Winzling sollte es das erste Mal ein Start am Bike sein. Er ist nun 2 ½ Jahre alt und läuft erst seit dieser Saison (Anfang Oktober) vor dem Bike.
Auch für Manu war es der erste Bike Start auf einem realen Rennen.
Samstagabend reiste Manu bei uns in Lünen an, so dass wir am nächsten Tag fit und ausgeschlafen im 30 min entfernten Herten an den Start gehen konnten.

Für Kando und mich stand am Sonntagmorgen erst die Turnierhundesport Vorprüfung (THS-VO) an. Kando hatte über die Jahre den sogenannten „Bestandsschutz“, da er vor Einführung dieser Prüfung schon auf DVG Rennen lief, weswegen er diese Prüfung nie ablegen musste.
Da ich nun aber für beide Hunde eine eigene Leistungskarte besitze, wollte ich mir das ständige Erklären müssen an den Meldestellen ersparen und legte diese Prüfung ab. Sie ist von Prüfer zu Prüfer etwas unterschiedlich, aber der Sinn ist derselbe. Es soll geschaut werden, wie Hunde auf Menschen, andere Hunde und unter Stress reagieren. Der Sinn dieser Prüfung ist Übergriffen auf dem Trail zu vermeiden, denn das kann bei hohen Geschwindigkeiten schnell gefährlich werden. Perry hatte seine THS-VO im November vor unserem Canicross Start in Voerde abgelegt.

Ich musste als erstes von uns dreien an die Startlinie, ich war wie immer zwischen innerlicher Aufregung & tiefem Vertrauen zu Kando hin und her gerissen.
Das Sabine (Kandos Züchterin) auch noch da war und ihrem Witzeclown zuschaute, machte meine Aufregung nicht besser. Ich war unheimlich dankbar, dass Kando und ich überhaupt starten konnten. Zwei Wochen vorher wurden wir beim Ausdauertraining von einem Leonberger angegriffen und Kando wurde verletzt (Bisse am Bein und Ohr sowie eine fiese Schulterprellung). Nach dem GO der Tierärztin und der Sportphysiotherapeutin und zwei Wochen ohne Training gings los.

Alleine der Weg zur Startlinie pusht das Adrenalin beim Hund sowie beim Frauchen. Stell dir vor du gehst mit deinem Hund durch eine Traube von bellenden, jaulenden Hunden und freudig, aufgeregten Menschen. Wie wäre das für dich? Mir persönlich bereitet allein der Gedanke daran Gänsehaut.
Christian und Kando sind ein eingespieltes Team, eigentlich bräuchte ich ihn als sogenannten „Dog Handler“ nicht (hält den Hund am Start und lässt ihn los). Kando steht mittlerweile bombenfest im Line Out, allerdings kann auch er von der Aufregung gepackt werden, man weiß ja nie also lieber auf Nummer sicher.
Unser Lauf war einfach super, ich war so zufrieden! Ich habe ihn nicht auf Höchsttempo laufen lassen, da er schließlich zwei Wochen Pause hatte, ich wollte ihn nicht überlasten. Wir kamen mit einer Zeit von 07:45min ins Ziel und hatten somit die nötige Qualifikationszeit locker in der Tasche!

Nach dem Kando versorgt war, blieb mir noch Zeit Perry warm zu machen, um dann mit ihm an den Start zu gehen. Bei Perry war wenig von Gelassenheit und Coolness zu sehen, die sein Vater an den Tag legt. Der Winzling war auf gepusht, er jaulte und jammerte, es dauerte ihm zu lange. An der Startline zeigte sich, wozu ein Dog Handler von Nöten ist. Perrys Geduld wurde auf die Probe gestellt. Auf mein GO ging der Winzling ab wie eine Rakete! Bis auf eine Abzweigung war er super kommandosicher und aufmerksam. Auch der Fotograf wurde völlig ignoriert. Nach knappen 2,5 km, kam von hinten nur die Aufforderung: „Trail rechts!“ was so viel bedeutet wie, „Achtung ich überhole dich auf der rechten Seite, du musst links bleiben“.
Unsere Freundin Steffi mit ihrem Border Charly überholte uns. Für mich war es perfekt, eine solche Situation mit einem uns bekannten Hund üben zu dürfen. Perry ließ Charly passieren, um sich direkt an seine Pfoten zu heften. Der letzte Kilometer war dann noch mal sehr rasant, da Perry nun einen „Hasen“ hatte, an dem er sich orientieren konnte. Für einen unerfahrenen, jungen Hund war es eine grandiose Leistung. Wir kamen mit einer Zeit von 07:20min ins Ziel, somit haben auch Perry und ich unsere Qualifikationszeit für die BSP 2022 in Quakenbrück in der Tasche.

 

Zu Manu und Hila’s Start erzählt sie euch gerne mehr:

Als Svenja mich fragte, ob ich mit Hila an der LVM Westfalen teilnehmen möchte, war ich Feuer und Flamme. An unserer eigenen LVM konnte ich terminlich leider nicht teilnehmen, von daher freute ich mich über die Möglichkeit, endlich auch mal real an einem Rennen zu starten.

Für Hila und mich wäre es auch das erste Mal. Nach einigen Hin und Her entschied ich mich ebenfalls für die Langstrecke im Bikejöring, ggf. mit einer Möglichkeit, mich ebenfalls für die Bundessiegerprüfung zu qualifizieren.

Entsprechend aufgeregt fuhr ich samt Hila und Bike am Samstag um die Mittagszeit in Richtung Lünen. Gegen 16 Uhr kam ich dort an, aber aufgrund der einsetzenden Dunkelheit war es nicht mehr möglich, die Strecke zu besichtigen. Also musste es eben ein Blindflug werden.

Morgens ging es nach einer unruhigen Nacht Richtung Herten los.  An Frühstück war nicht zu denken, ich war viel zu aufgeregt. Feiner Nieselregen begleitete uns, was für mich als Brillenträger unglücklich war. Es sollte auch bis zu unserem Start nicht besser werden.

Nach der Vorprüfung und dem Start mit dem Dogscooter über die Langstrecke waren dann die Starter mit dem Bike dran. Ich war die drittletzte Starterin im Feld und rechnete damit, ziemlich schnell ein und überholt zu werden, da nach uns nur noch Teams mit Eurohounds an den Start gingen, die natürlich wesentlich schneller sind als wir. Mit Christian als Dog Handler klappte der Start reibungslos und Hila lief sauber geradeaus los. Alles Richtungsanweisungen nahm sie sauber an und so kamen wir ohne Schwierigkeiten um jede Kurve.

Wir fuhren und fuhren, aber niemand kam von hinten. Die Strecke war sehr übersichtlich ausgewiesen und auch die Streckenposten gut platziert, sodass ich auch eingeschränkter Sicht keine Probleme bekam. Unterwegs passierten wir viele Spaziergänger und Jogger, sogar einen Spaziergänger mit Hund konnten wir problemlos hinter uns lassen. Bisher war das noch nicht ohne weiteres möglich und stand noch auf dem Trainingsplan.

Ich hatte keine Vorstellung, wie weit es noch war, gefühlt waren wir schon eine Ewigkeit unterwegs. Hila ging die Puste aus und sie wechselte in den Trab, dann in den Passgang. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Rufen, ein schnelleres Team wollte überholen. Ich ordnete mich nach rechts ein und ließ das Team passieren.

Für Hila, die unglaublich gerne vorne läuft, gab das auch einen Energieschub und sie gab noch mal alles für mich. Erst da konnte ich dann das Ziel sehen. Ich feuerte Hila noch mal ordentlich an und mit einer tollen Zeit von 08:19 Minuten kamen wir ins Ziel. Die Qualifikationszeit von 04:48 min/km hatte ich so auf jeden Fall geschafft, leider brauche ich für den Start bei der Bundessiegerprüfung eine zweite Qualifikation. Schauen wir mal, ob wir das noch schaffen können. Ansonsten sind wir dann im nächsten Jahr dabei.

 

Qualifikationszeiten für die Bundessiegerprüfung

Canicross:

Jugend männlich 05:00 (04:36) weiblich 05:36 (05:12)

Aktive männlich 04:48 (04:24) weiblich 05:24 (05:00)

Senioren männlich 05:00 (04:36) weiblich 05:36 (05:12)

Dogscooter:

Jugend männlich 04:48 (04:24) weiblich 05:24 (05:00)

Aktive männlich 04:36 (04:12) weiblich 05:12 (04:48)

Senioren männlich 04:48 (04:24) weiblich 05:24 (05:00)

Bikejöring:

Jugend männlich 04:36 (04:12) weiblich 05:12 (04:48)

Aktive männlich 04:24 (04:00) weiblich 05:00 (04:36)

Senioren männlich 04:36 (04:12) weiblich 05:12 (04:48)

In Klammern die Qualifikationsvorgaben für eine erschwerte Qualifikation (Start bei einer anderen Veranstaltung als die LVM, der ein Starter zugehörig ist. Es sind zwei Qualifikationen erforderlich)

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 06/2021

 

Herkules Race 2021 – 23./24.10.21 – Kassel-Calden

Anreise

Für uns Begann die Anreise am Freitagmittag nach einem kurzen Arbeitstag, da wir möglichst noch am Freitag den Empfang der Startnummer und den Vet-Check erledigen wollten. Leider verzögerte sich die Fahrt aufgrund von Staus immer wieder. Schlussendlich erreichten wir unsere Unterkunft zum Glück noch so rechtzeitig, dass wir noch bevor es komplett dunkel wurde gemeinsam mit Svenja und Chris, mit denen wir uns getroffen haben, zum eigentlichen Austragungsort fahren konnten. Da das Wetter auf der Fahrt immer schlechter wurde, beschränkten wir uns auf den Empfang der Startnummern und den Vet-Check und die geplante Streckenbesichtigung fiel buchstäblich ins Wasser. Zum Glück war die Wettervorhersage für Samstag und Sonntag deutlich besser.

 

  1. Renntag

Da die Teilnehmerbesprechung am Samstag bereits um 09:00 Uhr stattfinden sollte, klingelte unser Wecker entsprechend früh, so dass die morgendliche Runde mit Odin unter sternenklarem Himmel stattfand. Der Wetterbericht hat also rechtbehalten, nicht nur das es aufklarte, sondern auch bei den Temperaturen. Daher war das Auto aufgrund des nächtlichen Regens und der Temperaturen auch komplett mit einer Eisschicht überzogen. Ein Hoch auf eine Standheizung – wir haben leider keine und mussten kratzen. Aber für die Hunde versprachen die zwei Tage perfekte Bedingungen.

Da wir bereits am Freitag vor Ort waren und alles Organisatorische erledigt haben kannten wir uns aus, wussten wo wir hinmüssen und hatten Zeit für eine Streckenbesichtigung mit dem Fahrrad. Aufgrund des Regens am Vortag sah das Fahrrad bereits nach der Streckenbesichtigung aus als hätte ich es einfach in ein Matschloch gelegt. Der Veranstalter hat zwar im Vorfeld versucht die größten Löcher mit Rindenmulch auszugleichen und die größten Anstrengungen unternommen, dass die Strecke in einem guten Zustand ist, aber der Regen hat diese Bemühung teilweise einfach zunichtegemacht, so dass einige Teams bereits nach der Besichtigung ihren Start abgesagt haben da ihnen die Streckenbedingungen zu schlecht waren.

Meine anfängliche Sorge, dass die Strecke in dem Wirrwarr aus kleinen Wegen nicht leicht zu finden ist hat sich aber direkt zerschlagen, da der Veranstalter wirklich gute Arbeit geleistet hat und es keine Möglichkeit gab sich zu verfahren, da alle Abzweigung rechtzeitig ausgeschildert waren und zusätzlich mit Flatterband alles abgesperrt war.

 

Odin und ich sind im Bikejöring über eine Strecke von ca. 4,6 km gestartet und waren damit das erste Team unserer kleinen dreier Beauceron-Kombo das auf die Strecke gegangen ist.

Für uns war es das erste richtige Rennen. Wir haben zwar bereits am virtuellen Franzosenlauf teilgenommen, aber noch nie an einem richtigen Rennen. Daher waren wir auch schon ein paar Starter vor unserer Startposition am Start, damit Odin sich schon einmal an die Atmosphäre gewöhnen konnte. Gestartet wurde immer mit zwei Minuten Abstand zum vorderen Team, da jedoch einige die Teilnahme aufgrund der Bedingungen abgesagt hatten, gab es auch immer wieder größere Lücken.

Da Odins Line out noch nicht so sicher ist, dass er alleine stehen kann, war ich dankbar über die Hilfe beim Start. Pünktlich um 10:40:00 Uhr ging es für uns auf die Strecke und der Start klappte super. Odin schmiss seine gesamten 47 Kilo nach vorne in den Zug und brachte uns schnell auf Geschwindigkeit. Auch die erste Ansteigung meisterten wir zusammen, obwohl Odin als Brandenburger eher ein Flachlandhund ist. Auch das erste Richtungskommando klappte gut, dann lag aber plötzlich kurz nach der Kurve eine Fotografin am Streckenrand und Odin, der am Dienstag zuvor noch im Mantrailing eine Person gefunden hat, die auch auf dem Bauch auf dem Boden lag, war irritiert und nahm den Zug raus und drehte sich mehrfach um. Erst nach einem erneuten Start ging er wieder etwas sicherer und kraftvoller in den Zug und nach der zweiten Abbiegung war Odin dann wieder voll da.

Ich hatte im Vorfeld etwas Sorge, dass Odin sein Pulver direkt am Anfang verschießt und zum Ende der Strecke keine Kraft mehr hat, die Sorge war aber unbegründet.

(Foto von Hundestars.de)

Der erste Teil der Strecke führte über befestigte breite Wege, so dass es hier auch noch nicht so matschig war, das änderte sich aber, wie ich es bei der Besichtigung schon festgestellt hatte, aber schnell. Da ich bisher auch noch nicht bei derartigen Bedingungen mit Odin trainiert hatte, war ich etwas unsicher und bremste vor den größten Matschlöchern immer etwas ab. Rückwirkend betrachtet ein Fehler, aber so lernt man immer dazu. Leider wurde uns das zum Verhängnis denn ich blieb in einem großen Matschloch einfach mit dem Vorderrad stecken und konnte einen Überschlag nur im letzten Moment noch verhindern. Da uns in diesem Moment auch der Starter nach uns überholte, dessen Hund aber plötzlich zu Odin wollte und daraufhin der Fahrer ebenfalls stürzte, kostete uns dieser Zwischenfall viel Zeit. Zum Glück hat sich Odin davon überhaupt nicht beeindrucken lassen und hat danach auf den letzten Metern noch mal alles gegeben. Die Endzeit war dementsprechend nicht besonders toll, aber viel wichtiger ist, Odin hat die schwierigen Bedingungen bei seinem ersten Rennen gemeistert und wir waren ein gutes Team.

Nach uns sind noch Svenja mit Kando im Dogscooter und, weil Svenja noch nicht wieder ganz fit war, Tini mit Perry im Canicross-Kurzstrecke gestartet und haben gezeigt was sie können.

(Foto von Dogpaparazzi)

  1. Renntag

Am zweiten Tag konnten wir uns morgens etwas mehr Zeit lassen, da die Reihenfolge der Starter sich nach Rangfolge nach dem ersten Rennen richtete und wir die Strecke bereits kannten.

Der Start verlief noch mal besser als am ersten Tag und auch den Fotoposten konnten wir dieses mal ohne Irritation passieren. Ich merkte deutlich, dass Odin noch besser wusste worum es geht. Die Richtungskommandos hat Odin super umgesetzt und auch bei den Matschlöchern suchte er sich die bereits festgefahrene Spur und manövrierte uns damit zielsicher über den Trail. Ich hatte auch vom ersten Tag gelernt und bremste vor den matschigen Stellen nicht ab.

Das führte dazu, dass wir bereits vor der Hälfte der Strecke das zwei Minuten vor uns startende Team eingeholt hatten und dieses in einem Matschloch überholen konnten. Hier zahlte sich das Gewicht und die Power von Odin aus, denn er zog mich einfach durch das Matschloch, in dem mein Reifen einfach durchdrehte, durch.

Nur an einer Stelle war Odin kurz raus und wollte fälschlicherweise links abbiegen. Dadurch konnten wir den hinter uns startenden Doppelstarter aber problemlos passieren lassen und Odin hatte im Anschluss einen Hasen und hat einfach noch mal eine Spitzengeschwindigkeit von 34,7 km/h rausgehauen. So erreichten wir das Ziel vier Minuten schneller als noch am ersten Tag. Beauceronpower at its best!

 

Auch Svenja und Kando und Tini und Perry konnten am zweiten Tag noch mal zeigen was in ihnen steckt, so dass es ein tolles Rennwochenende war und wir zeigen konnten, dass auch so große und schwere Rassen wie der Beauceron tolle Leistungen vollbringen können.

(Foto von Dogpaparazzi)

Johannes Förtsch

Berichte Hundesport aus dem CJ 05/2021

 

Camp Canis  – Never lose Hoope 2021, die Sommer Edition

Ein neues Jahr, neues Glück. Als das Event in Hoope im März erneut abgesagt werden musste, deutete sich tatsächlich an, dass es im Sommer stattfinden kann.

Das Datum wurde auf den 23. – 25.07.2021 festgesetzt. Sommer, genau das richtige für mich Frostbeule. Es musste ein Wink des Schicksals sein, dass ich bisher noch nie im März teilnehmen konnte.

Aber jetzt fuhren wir frohen Mutes in den Hoope Park im Kreis Wulsbüttel. Im Gepäck Hila, meine Freundin Sarah und Ivy, die gemeinsam starteten, da Sarahs eigener Hund leider in Quarantäne bleiben musste. Vor Ort angekommen, trafen wir uns mit einem weiteren Teammitglied, welches über die Facebook Teamsuche zu uns gestoßen ist. Maren reiste aus Gladbeck an und ging mit ihrem Kleinpudel Bjarki an den Start. Vor uns lagen 5 km Sand, Wasser, Matsch und ein Haufen Spaß.

(Foto von KABO-Fotografie)

Und den hatten wir definitiv. Wir mussten schwimmen, was mit Hund an der Leine gar nicht so einfach war. Teilweise war der Matsch so schlimm, dass es uns fast unsere Schuhe gekostet hätte, aber davon kannte ich ja durch die Home Edition Island schon. Ich gab mich auch hier nicht geschlagen und konnte meine Schuhe über die Strecke retten. Es ging bergauf und bergab, Sarah und ich hatten es da mit unseren großen Hunden etwas leichter, die uns kontinuierlich gezogen haben. Maren musste die Höhenunterschiede allein bewältigen. Und schwimmen wollte das Pudelchen auch nicht so gerne. Wir meisterten Hindernisse wie die Rutsche,  Tunnel, Haufen aus Strohballen, balancieren über SUP Boards, Netze und ein Bällebad aus Gymnastikbällen.

(Foto von KK-Dogs Fotografie)

Als wir nach knapp 1,5 Stunden im Ziel ankamen, waren wir klitschnass, dreckig wie Bolle, überglücklich und stolz wie Oskar, dass wir die Strecke geschafft haben. Hila hat wieder alle Aufgaben  super gemeistert und auch Sarah und  Ivy haben sich wacker geschlagen. Es ist nicht einfach, mit einem Hund an einem solchen Event teilzunehmen, der einem nicht gehört. Auch wenn ich dabei war, um zur Not unterstützen zu können, haben die Beiden die Aufgaben allein gemeistert.

Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr, wenn wir an einem weiteren Event von Camp Canis teilnehmen können. Dann hoffentlich jede von uns mit dem eigenen Hund.

Ach ja, meine Schuhe haben das Event schlussendlich doch nicht überlebt, sie sind noch vor Ort in der Mülltonne gelandet.

(Foto Donna v. Lüttjen Fotografie)

Eure Manuela, Sarah mit Hila und Ivy

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 02/2021

3. Virtueller Franzosenlauf – und wir waren dabei.

Wir, das sind Carmen und mein Briard Canis Ferox From Heaven Tayo-Neval, kurz Tayo genannt. Schon unsere Teilnahme beim zweiten virtuellen Franzosenlauf im November letzten Jahres hat uns so richtig Spaß gemacht.

Nachdem wir erst im Spätsommer mit Canicross begonnen hatten, war schon unser erster virtueller Franzosenlauf im November eine Herausforderung. Bis dato waren wir noch nie auf Zeit gelaufen oder mit dem Dogscooter auf Zeit gefahren. Beim Laufen musste,Tayo,erst einmal davon abgehalten werden, sein Frauchen zu zwicken. Der kleine Feger lernt aber sehr schnell und wir konnten eine super Zeit für die 1-km-Strecken beim Canicross abgeben. Ich war selber überrascht- ob es wohl an den Rehen lag, die im letzten Teil unsere Laufstrecke noch überquerten?

Nachdem der Termin für den 3. Virtuellen Franzosenlauf vom 15. bis 17. Januar 2021 feststand, war für mich klar: Wir sind wieder dabei.

Tja, und dann hat uns der Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht. An Scootern und an Canicross war bei unseren Schneemassen auf der Schwäbischen Alb erst einmal nicht mehr zu denken.

Aber die Mädels vom Orga-Team haben uns überrascht und die Disziplin Kickspark mit aufgenommen. Wir durften also mit unserem Hundeschlitten starten und haben natürlich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (mangels Konkurrenz  J ) jeweils den 1. Platz gemacht.

Danke liebes Orga-Team – Ihr seid Spitze!

Jetzt werden sich Einige fragen, was ist denn eigentlich ein Kickspark?

Ein Kickspark ist ein Sport-Tretschlitten aus Finnland, der unglaublich gut auf hartem Schnee und Eis gleitet.

Der Bewegungsablauf ist mit der Technik des Tretrollerfahrens vergleichbar. Die Vorwärtsbewegung erfolgt durch Abstoßen eines Fußes nach hinten oder eben durch einen Zughund – den man aber auch immer wieder durch das Abstoßen unterstützen sollte. Gelenkt wird der Schlitten auf langgestreckten Kurven durch Gewichtsverlagerung. Engere Kurven gehen nur durch kurzes Hochheben und Absetzen, denn eine Lenkvorrichtung gibt es nicht. Es gibt ja auch keine gute Bremse. Gebremst wird mit den Schuhen oder mit einer Bremsmatte aus Hartplastik. Punktgenaues Anhalten gehört also in die Welt der Träume. Daher heißt es, sehr vorausschauend fahren und am besten immer mit Helm.

Und? Habt Ihr jetzt Feuer gefangen? Wir freuen uns über Nachahmer.

Liebe Grüße    Carmen und Tayo

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 01/2021

2. Franzosenlauf der AG Beauceron in Kombination mit dem 1. Virtuellen tschechischen BeauceRun

Am Wochenende des 20. – 22.11.2020 fand der zweite Franzosenlauf der AG Beauceron statt.

Diesmal gab es auch Bikejöring und Dogscooter im Angebot, dafür war es beim 1. Franzosenlauf schon zu warm.

Ich wollte mit Hila beim Bikejöring antreten, aber da wir in letzter Zeit unsere Starts am Scooter trainiert haben, bin ich dann mit dem Scooter an den Start gegangen.

Geplant waren eigentlich die 2000 m, aber in der Facebook Gruppe für Beaucerons Canicross wurde ein virtuelles Rennen ausschließlich für Beaucerons angeboten. Der Veranstalter musste sein Rennen vor Ort wegen Corona absagen, daher wurde es in ein virtuelles Event umgewandelt.

Dort gab es die Strecke für Bike und Scooter über 3000m. Im unsere Tschechischen Beauceron Freunde unterstützen zu können, hat die AG sich entschieden, die 3000 m dazu zu nehmen. So konnten Svenja und ich mit einem Start an zwei virtuellen Rennen teilnehmen.

Am Samstag um 9 Uhr stand ich dann mit Hila und ein paar Trainingspartnern aus meiner Scootergruppe im Wald am Start.
Nach dem Start sind wir gleich bei der ersten Abzweigung falsch abgebogen und dabei ist auf einer Seite ein Riemen von Hila‘s Zuggeschirr gerissen.
Es regnete und daher waren die vorher angebrachten Wegmarkierungen für mich sehr schlecht zu sehen.
Trotz der widrigen Umstände und eines kurzen Stopps wegen eines großen Geschäfts konnten wir eine super Zeit von 10:05 Minuten erreichen.

Am Sonntag morgen ging es dann etwas später an den Start.
Die Strecke war uns dann nicht mehr so fremd und unser Trainingspartner fuhr das erste Stück voraus.
Das ließ Hila dann aber nicht zu und schon kurz nach der ersten Kurve hatten wir das Team überholt. Über die gesamte Strecke lieferten sich beide Hunde ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen, welches eigentlich sehr ungleich war, denn das Team war mit dem Bike unterwegs. Allerdings trainieren sie mehr die Langstrecken, während Hila und ich die kürzeren Sprintstrecken trainieren.
In einem echten Rennen treten Scooter und Bike immer in getrennten Klassen an, da man seinen Teampartner Hund am Mountainbike viel besser und gleichmäßiger unterstützen kann.
Hila hatte am Ende dann die bessere Ausdauer über das hohe Tempo und wir kamen mit einer Spitzenzeit von 09:24 Minuten ins Ziel.

Für Hila und mich als Erststarter in einem Dogscooter-Rennen, wenn auch nur virtuell, war das eine tolle Leistung.
Im Frühjahr beim virtuellen Strongdog über die 2000 m mit dem Mountainbike konnten wir uns am zweiten Tag nicht verbessern
Mittlerweile konnten wir unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf ca 18 km/h und die maximale Geschwindigkeit auf fast 29 km/h steigern.
Das Video dazu könnt Ihr Euch hier anschauen: https://youtu.be/es1JlDpDTjE

Am Ende belegten Hila und ich mit lediglich einer Minute Zeitunterschied zu einem routinierten Team den 2. Platz. Ich bin so stolz auf mein kleines Mädchen.
Wir freuen uns schon sehr auf eine Wiederholung und den 3. Franzosenlauf.

Svenja und Kando belegten in der Kategorie Bikejöring über 3 km mit 07:30 Minuten ebenfalls den 2. Platz. Auch in dieser Sparte gab es sehr routinierte Teams am Start.

Alle Ergebnisse der gestarteten CFH-Mitglieder findet Ihr wie immer an der gewohnten Stelle.

Die Ergebnisse des tschechischen BeauceRun lauten wie folgt:
Hila und ich belegten einen tollen 4. Platz im Dogscooter über 3 km.
Die Gewinner konnten das Rennen mit 07:26 Minuten und einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h für sich entscheiden.
Dafür müssen wir noch ein bisschen mehr trainieren, aber wir sind auf einem guten Weg.
Svenja und Kando konnten mit ihrer super Zeit im Bikejöring über 3 km den 1. Platz für sich entscheiden.

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 06/2020

Camp Canis Homeedition „Island“

Eigentlich findet dieses Event auf der Insel Usedom statt, aber auch
dieser Termin musste abgesagt werden und wurde zu einer Homeedition
umgebastelt.

Das Team Friesische Schildkröten bestand auch diesmal wieder aus dem
Team Andrea mit Riesenschnauzer Hündin Reka und mir mit Hila. Wir
wagten uns an die 15 Aufgaben über eine Distanz von 10 Kilometern und
wo könnte man dieses Event am Besten laufen, wenn nicht an unserer
wunderschönen Nordseeküste in Hooksiel.

Dort gibt es alles, was für dieses Event gebraucht wurde…Wasser,
Sand, Dünen und jede Menge Schlamm, auch Watt genannt.

Am 4. Oktober, einem Sonntag bei strahlendem Sonnenschein, ging es um
10 Uhr an den Start. Das Wetter nutzen dann auch viele Touristen und
Spaziergänger aus, somit hatten wir mit Sicherheit den ein oder
anderen Lacher auf unserer Seite, während wir unsere Aufgaben
absolvierten.

Da man bei keinem Camp Canis Event sauber zurück kommt, habe ich es
gleich zu Anfang maßlos übertrieben, in dem ich bis zu den Knien im
Watt stecken blieb und nur ganz knapp meine Schuhe retten konnte. Wenn
die Aufgabe nicht erfüllt war, weiß ich auch nicht.

Weitere Aufgaben waren Impulskontrolle für die Hunde, Suchspiele,
Geschicklichkeits- und diverse Vertrauensübungen. Natürlich gibt es
auch dazu wieder ein Video bei YouTube: https://youtu.be/MQT_ldi3T8o

Wir wünschen euch Allen viel Spaß beim Anschauen, wir hatten in
definitiv.
Für das kommende Jahr hoffen wir auf die Real-Events Never lose Hoope
im März und der Olymp im September.

Drückt einfach mal die Daumen, dass die Situation sich verbessert,
damit Veranstaltungen wieder stattfinden können.

Eure Manuela mit Hila

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 05/2020

Run around the World – die Kilometersammel Challenge von lauf-weiter.de

Wir laufen um die Welt hieß das Motto vom 15.07. – 21.07.2020 von lauf-weiter.de.

Auch das Team Double Dews war diesmal  mit einigen Läufern als reines Beauceron-Team am Start. Die Läufer kamen aus Österreich und Deutschland, davon 4 Mitglieder des CFH.

Um die Laufzeiten ging es auch in dieser Challenge nicht, nur um die gelaufenen Kilometer. Eine Weltumrundung beträgt  40.075 km, die mit allen Startern in 7 Tage angestrebt wurden.

Sarah und ich haben sich den Spaß erlaubt und sind einmal den Rundweg von Rußland nach Amerika gelaufen, den es in der Gemeinde Friedeburg gibt. Die Länge des Weges beträgt etwa 6,7 km.

                                             

 

Nach 7 Tagen sind 2599 Läufer/innen 2,25 mal um die Welt gelaufen. Insgesamt waren das  90.306,60 km. Was für eine Wahnsinnsleistung!

Es gab zwar keine Teamwertung, trotzdem hat sich Team Double Dews bei der Wärme wieder großartig geschlagen. Bei  2599 gemeldet Läufern hat auch jedes einzelne Teammitglied eine tolle Platzierung erreicht, auch wenn teilweise aus gesundheitlichen Gründen nicht alle die Woche durch laufen konnten.

                                             

Die Ergebnisse lauten wie folgt:

Manuela mit Hila, CFH, Platz 314 mit 66,14 km

Svenja mit Kando und Perry, CFH, Platz 421 mit 58,85 km

Martina mit Nissa, Österreich, Platz 569 mit 51,03 km

Kathrin mit Isa, Deutschland, Platz 622 mit 48,94 km

Silke mit Isis und Nellie, CFH, Platz 996 mit 34,87 km

Sarah mit Aoibheann, Deutschland, Platz 1137 mit 30,95 km

Andrea mit Kiara und Tori, Deutschland, Platz 1595 mit 20,67 km

Iris mit Heloise, Österreich, Platz 1763 mit 17,21 km

Nicole mit Diesel und Jeanne, CFH, Platz 2408 mit 1,42 km

Iris und Nicol mussten leider aufgrund Erkrankung des Hundes bzw. eigener Erkrankung vorzeitig abbrechen, aber zusammen hat das Team 330,08 km erlaufen. Klasse Leistung, weiter so.

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 04/2020

 

Die  1. Canicross Championship von Lauf-weiter.de

 

Nach dem der Virtuelle Franzosenlauf so ein Erfolg war, wurde eine weitere Challenge in Angriff genommen.

Nahezu die gleichen Starter verabredeten sich zur 1. Canicross Championship des Veranstalters Lauf-weiter.de. Mit einem Unterschied:  Das Team „Double Dews“ bestand diesmal ausschließlich aus Läufern mit Beaucerons, ebenfalls aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Vom 01. – 07.06.2020 konnte man in den Disziplinen 2 km, 5 km und 10 km Laufen oder Walken. Das Team „Double Dews“ hatte sich mit 23 Läufer in allen 3 Disziplinen angemeldet, u.a. Monique mit Dara über 10 km, Svenja mit Kando, Silke mit Isi, Nicol mit Jeanne, Sabine mit Jako und ich mit Hila über 2 km.  Leider konnten dann verletzungsbedingt 2 Teams nicht starten, darunter Svenja mit Kando. Gute Besserung weiterhin an Svenja und wir freuen uns auf den nächsten Lauf.

Jeder Teilnehmer konnte zu Hause so laufen, wie es ihm und seinem Teampartner Hund am Besten tat. Früh morgens oder in den Abendstunden war möglich und war völlig unabhängig von Datum und Uhrzeit. Am 01.06. war es noch sehr warm, so starteten einige Teams schon früh morgens. So wie meine Freundin Sarah, die wieder mit Aoibheann an den Start ging und ich, die schon um 7 Uhr am Start  für die 5 km Strecke standen. Das war auch gut so, denn es wurde sehr schnell viel zu warm.

Mit einer Zeit von 43:30 Minuten für Hila und mich sowie 46:06 Minuten für Sarah und Aoibheann kamen wir ins Ziel.

Am Donnerstag war es mittlerweile abgekühlt und es regnete auch ein bisschen, als wir dann für die 2 km an den Start gingen. Hier konnten wir unsere Laufzeit vom Franzosenlauf  weit unterbieten. Hila und ich konnten eine Zeit von 16:25 Minuten und Sarah mit Aoibheann schafften 16:56 Minuten.

Am Sonntagvormittag stellte ich mich dann alleine der Herausforderung und lief meine letzten 2 km und verbesserte meine Zeit noch einmal auf 15:13 Minuten.

Insgesamt stelle unser Team 14 Finisher über 2 km und landete mit einer Durchschnittszeit von 12:43 Minuten  auf Platz 21 der Manschaftswertungen.

Außerdem waren  Nicol mit Diesel sowie ich mit Hila über 5 km am Start.  Insgesamt 6 Teammitglieder  liefen die 5 km Strecke und landeten mit einer Durchschnittszeit von 35:45 Minuten auf dem 15. Platz.

In der Mannschaftswertung stellten wir dann mit 21 Finishern das zweitgrößte Team und erliefen uns mit 68 Kilometern jeweils den 2. Platz.

Einzelergebnisse lauten wie folgt nach Altersklasse über 2 km:

 

AK w U23

Jessi mit Daewen, Schweiz, 07:58 Minuten, 3. Platz

Jessi mit Cyrano, Schweiz, 10:00 Minuten, 7. Platz

AK w  24

Maike mit Onyx, Deutschland, 11:05 Minuten, 12. Platz

AK w 30

Nicol mit Jeanne, Deutschland, 14:51 Minuten, 22. Platz

Sarah mit Aoibheann,  Deutschland, 16:56 Minuten, 24 Platz

 

AK w 35

Iris mit Heloise blue, Deutschland, 11:49 Minuten, 24. Platz

AK w 50

Andrea mit Tori, Deutschland, 12:20 Minuten, 3. Platz

Manuela mit Hila, Deutschland, 15:13 Minuten, 7. Platz

Susanne mit Jako, Deutschland, 15:30 Minuten, 8. Platz

Manuela mit Hila, Deutschland 16:25 Minuten, 10. Platz

Martina mit Nissa,  Österreich, 19:26 Minuten, 12. Platz

AK w 60

Silke mit Isis, Deutschland, 10:41 Minuten, 1. Platz

 

AK m 40

Markus mit Danny, Österreich, 08:00 Minuten, 2 x 2. Platz

Ergebnisse nach AK über 5 km:

 

AK w 24

Maike mit Onyx, Deutschland, 30:27 Minuten, 8. Platz

 

AK w 30

Sarah mit Aoibheann, Deutschland, 46:06 Minuten, 23. Platz

 

AK w 50

Andrea mit Tori, Deutschland, 31:20 Minuten, 10. Platz

Manuela mit Hila, Deutschland, 43:30 Minuten, 19. Platz

 

AK m 50

Dietmar mit Kiara, Deutschland, 22:33 Minuten, 3. Platz

 

Ergebnis nach AK über 10 km:

Monique mit Dara, Deutschland, 01:50,16 Std, 8. Platz

 

Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf‘s nächste virtuelle Laufevent mit dem Team Double Dews.

 

Die virtuelle Strongdog Challenge „A real Strongdog never gives up“ am 9./10.5.2020

 

Eine Woche nach dem Virtuellen Franzosenlauf der AG Beauceron fand über Facebook und der Internetseite derhundling.de die nächste virtuelle Veranstaltung statt.

Silke mit Isis und ich mit Hila haben uns spontan dazu entschieden, daran teilzunehmen und uns in der Klasse Beginner Bikejöring 2 x 2 km zu versuchen.

Zur Auswahl gab es auch noch für Beginner  2 x 2 km Canicross und 2 x 2 km Dogscooter, sowie die Elite (Fortgeschrittene) 2 x 4 km Canicross, 2 x 4 km Bikejöring und 2 x 4 km Dogscooter.

Außerdem gab es die sogenannte Trophy, bei  der über 3 Tage verschiedene Streckenlängen gelaufen wurde. Am Freitag Abend 3 km, Samstag Morgen 5 km, Samstag Abend 2 km Sonntag Morgen 8 km.

Ein Duathlon über 4 km Bikejöring oder Dogscooter  und direkt im Anschluß ohne Pause 2 km Canicross sowie 22 km an einem Tag Laufen oder Wandern wurde ebenfalls angeboten.

Man konnte Tickets ab 5 € erwerben, ab 25 € bekam man die Strongdog Medaille per Post zugesendet. Natürlich konnte man diese Etappen auch ohne Ticket laufen, dann aber ohne Aufnahme in die Rangliste.

Kurz vor dem Event verkürzte der Veranstalter aufgrund der warmen Temperaturen die Strecken der Elite ebenfalls auf 2 x 2 km und die Klassen Beginner und Elite zusammengefasst. Die Trophy wurde auf 2 km, 3 km, 2 km und 5 km gekürzt, Duathlon auf 2 km Bikejöring oder Dogscooter und 1 km Canicross. Die 22 km Laufen bzw. Wandern wurden belassen und auf die vor Ort herrschenden Temperaturen hingewiesen.

Für Hila und mich war es das erste Bikejöringrennen überhaupt, sowohl real als auch virtuell. Wir haben mit den Vorbereitungen zwar angefangen, aber die Saison war fast vorbei. In unserer Region gibt es in der Winterlaufserie kaum Bikejöring oder Dogscooter in den Turnieren, weil es der Genehmigung durch die jeweilige Forstbehörde bedarf.

Um im Tierpark Ströhen als Gaststarter beim Event „Gesund mit Hund“ vom SSV Südoldenburg teilzunehmen, waren wir im Training noch nicht weit genug, außerdem hatte ich die Ausstellung in Lingen gemeldet. So einigten wir uns in unserer Trainingsgruppe darauf, am 1. Mai früh morgens  ein Trainingsrennen zu simulieren, um die Athmosphäre kennenzulernen. Durch die Coronakrise ist all das nun alles ausgefallen.

Aber wie schon gesagt, besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und so starteten wir nun zum zweiten Mal virtuell. Silke mit Isis bei sich zu Hause und ich oben im Norden.

Am Samstag und Sonntag morgen jeweils  um 7:30 Uhr traf ich mich mit meiner Freundin an unserer Rennstrecke. Durch die mangelnde Erfahrung ist unser Start noch nicht sortiert. Meine  Freundin war der Doghandler und hat Hila bis zum Go am Halsband gehalten. Und dann ging es los, zum ersten Mal direkt am Start ohne Bremse. Nur Fliegen ist schöner! Hila und ich gaben alles und wir sausten mit 05:26 min ins Ziel!

Einfach spitzenmäßig! Unsere Höchstgeschwindigkeit lag bei 24,4 km/h, das haben wir im Zug noch nie erreicht.

Am Sonntag habe ich Hila dann ohne Doghandler gestartet, erstaunlicherweise blieb sie ruhig sitzen, bis sie das Go bekam. Vom sogennanten Lineout sind wir aber noch meilenweit entfernt, bei dem der Hund bei gespannter Leine in Laufrichtung steht oder sitzt. Trotzdem kamen wir ohne größere Probleme vom Start weg und auch jetzt gab Hila alles, was sie konnte. Die Höchstgeschwindigkeit vom Tag davor haben wir mit 27,3 km/h überboten, aber das zollte auch ihren Tribut. Als die Sonne rauskam und die Luft stickig wurde, verliess sie die Kraft und wir beendeten die Strecke mit 05:43 min. Für uns als totale Anfänger sind das sagenhafte Zeiten und wir landeten in der zusammengefassten Rangliste immerhin auf Platz 14 von 17 Teilnehmern. Für uns als absolute Anfänger inmitten von erfahrenen Teams eine Spitzenleistung, besonders, wenn man bedenkt, dass ein Singlerace ohne weitere Teilnehmer extrem schwierig sein kann, weil dem Hund die Motivation zum Auf- und Überholen fehlt.

Silke und Isis konnten am Samstag eine tolle Zeit von 04:58 min erzielen, am Sonntag war das Team dann noch mal um 10 Sekunden schneller und es standen 04:48 min auf der Uhr. In der Gesamtwertung erreichte das Team einen sensationellen 6. Platz.

Auch wenn wir uns nicht sehen konnten, haben Silke und ich uns gegenseitig angefeuert und uns an den Ergebnissen des anderen Teams erfreuen. Auch so geht Sport…immer wieder gerne, Silke und Isis.

Natürlich können Hila und ich uns im Moment noch weder gegen die erfahrenen Biker behaupten, noch gegen die speziellen Hounds, die für solche Rennen gezüchtet werden. Deren Leben ist schlicht und einfach Rennen laufen, dafür sind sie geboren.

Aber für eine kleine Beauceronhündin von nur 62 cm ist das eine tolle Leistung für Hila und ich bin super stolz auf sie. Über den Sommer werden wir dann überwiegend schwimmen gehen, um Kraft und Ausdauer zu trainieren und bei passenden Temperaturen im Freilauf am Fahrrad unterwegs sein, wenn die Brut- und Setzzeit vorbei ist.

Wir sehen uns bei weiteren virtuellen Abenteuern wieder und hoffentlich auch bald in der Realität.

Eure Manuela mit Hila & Aoibheann, die für derartige Anstrengungen nichts übrig hat.

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 03/2020

 

Die erste LVM Canicross Weser Ems

Ein Jahr nach meinem Unfall, bei dem ich mir den rechten Knöchel gebrochen habe, wollte ich erneut beim HSV Quakenbrück beim 1000 m Geländelauf antreten.

Angeboten wurde es allerdings als erste Landesverbandsmeisterschaft Weser-Ems für Canicross seit der Änderung der Prüfungsordnung.

Egal, gemeldet habe ich trotzdem. Was soll schon passieren?

Ich bin mit Hila in der Altersklasse weiblich ab 50 Jahren gestartet, zusätzlich ist sie mit einer Vereinskollegin vom HSV Oldenburg Wildenloh über 5000 m in der Altersklasse weiblich ab 19 Jahren gestartet.

Auf dem schweren Boden der Pferderennbahn Quakenbrück und durch den Wald konnten die Zwei die 5000 m in 27:02 Minuten den 4. Platz erreichen.

Die Qualifikation für die Bundessiegerprüfung Canicross Ende März verpasste das Team leider um 2 Minuten.

Die Strecken über 2000 und 1000 m wurden komplett auf der Rennbahn gelaufen.

Keine einfache Angelegenheit, da sich Wühlmäuse und Maulwürfe dort gütlich getan haben. Jeder Läufer empfand die Strecke als schwierig zu laufen. Trotzdem konnten gute Zeiten erzielt werden.

Hila und ich waren fast zum Schluss erst dran. Es waren nicht viele Starter in meiner Altersklasse am Start und am Ende durften wir uns Landesverbandsmeisterin im 1000 m Geländelauf nennen. Wir waren schneller als die Siegerin in der Abteilung Canicross in der Altersklasse weiblich ab 50 Jahren, als auch die Landesverbandsmeisterin in der Altersklasse weiblich ab 35 Jahren.

Ich bin sehr stolz auf meine kleine Chaosqueen, die gerade mal 2 1/4 Jahre alt ist. Wir haben schon so viel erreicht und werden noch viel weiter gehen.

Manuela mit Oilily Jeans Legendary Denim – Hila

 

Der 1. Virtuelle Franzosenlauf der AG Beauceron am 1. und 2. Mai.

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen!

In der letzten Aprilwoche schrieb mich Svenja, die 1. Vorsitzende der AG Beauceron an, ob wir nicht gemeinsam eine virtuelle Veranstaltung planen wollen.

Da aufgrund der Coronakrise sämtliche Veranstaltungen mit und ohne Hund abgesagt wurden, sich aber einige ausgefuchste Veranstalter sich virtuelle Läufe haben einfallen lassen.

Vorreiter war hier Camp Canis, die am ursprünglichen Eventtag einfach einen Livestream schalteten und man dort die gestellten Aufgaben erledigte.

Ein Video findet man auf YouTube unter https://youtu.be/q1srMnqDQ4c.

Die Zeit war wie immer egal, Spaß sollte es machen. Und das hat es definitiv.

Die nächsten Veranstalter waren die Hessenhounds, die den Vulcanicross ebenfalls virtuell veranstalteten. Einige CFHler wie Silke Greiner und ich haben daran teilgenommen.

Von ihr stammte auch die Idee zum 1. Virtuellen Franzosenlauf, der für alle unsere Rassen offen sein sollte. Danke, Silke. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Event, wenn es heißt: 2. Virtueller Franzosenlauf – Allein und doch gemeinsam.

Eure Manuela mit Aoibheann und Hila

 

Was genau ist eigentlich Canicross?

Es handelt sich dabei um einen Geländelauf, bei dem der Hund mit einem entsprechenden Geschirr und einer flexiblen Zugleine mit dem Laufgurt mit dem Hundeführer verbunden ist.

Anders als beim Geländelauf sind die Strecken nicht auf 1000, 2000 und 5000 m festgelegt, sondern können dem Gelände angepasst werden. Es wird unterschieden in Sprint-, Kurz- und Langstrecke.

Außerdem ist es möglich, mit 2 Hunden gleichzeitig zu laufen. Seitdem Canicross der Prüfungsordnung des Turnierhundesports angegliedert wurde, muss das Team auch für die Geländeläufe keine Begleithundprüfung mehr bestanden haben, sondern eine Vorprüfung, bei der der Hund einen kurzen Verkehrsteil mit Unbefangenheitsüberprüfung ablegen muss.

Hierbei darf er sich weder Mensch noch Hund gegenüber aggressiv verhalten.

Canicross steht auch den Hundesportlern ohne Vereinszugehörigkeit offen. Sie benötigen für ihren Start lediglich eine sogenannte Turnierkarte.

Der Prüfungsordnung wurden auch Bikejöring und Dogscooter zugeordnet. Hierbei überwinden 1-2 Hunde vor dem Mountainbike oder einem geländegängigen Dogscooter mit ihrem Hundeführer in der Regel die gleiche Strecke wie die Läufer, nur deutlich schneller.

Ursprünglich waren diese drei Disziplinen nur einem Schlittenhundeverband zugeordnet. In einem Pilotprojekt wurde Dogscootering in der Winterlaufserie des THS integriert und schließlich mit der neuen Prüfungsordnung 2019 fest verankert.

Während Canicross auch im Sommer weiter stattfinden kann, sind Dogscooter und Bikejöring reine Wintersportarten.

Natürlich gibt es auch weiterhin Veranstaltungen vom VDSV, dem Verband Deutscher Schlittenhunde Vereine. Für diese Starts gelten wiederum andere Regeln und Voraussetzungen, die beim VDSV und deren Mitgliedsvereine erfragt werden können.

                             

                 

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 02/2020

 

Hütearbeit

Die Hütearbeit steht in erster Linie für einen respektvollen Umgang mit dem Tier,
egal ob Hund oder Schaf

Die Schäferei ist ein wertvolles Kulturgut. Hirte ist einer der ältesten Berufe der Menschengeschichte. Eine Jahrhunderte alte Tradition, die aber immer noch brandaktuell ist. Schafbeweidung hält die Landschaft offen, erhält Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, schützt vor Hochwasser durch Deichsicherung, pflegt Solarparks. Dazu liefern Schafe und Lämmer Fleisch welches man noch guten Gewissens essen kann.

Den Tieren ging es zeitlebens gut, sie sind draußen in einem natürlichen Lebensumfeld herangewachsen und haben kein Futter von anderweitig nutzbaren Flächen verbraucht.

Dazu gibt das Schaf mit seiner Wolle eine nachwachsende Ressource, die vielseitig einsetzbar ist, von Bekleidung bis zur Innenverkleidung bei Flugzeugen, da nicht entflammbar und niemals Sondermüll.

Unser Interesse als Hobbyhüter, gilt den Respekt diesem ehrenhaften Beruf zu zollen und vielleicht ein Stückchen mitzuhelfen ihn nicht aussterben zu lassen.

Die Hütearbeit spiegelt sehr schön die Mensch-Hund-Beziehung wieder, und verlangt von beiden Parteien, Respekt, Vertrauen und einen absoluten Grundgehorsam des Hundes.   In den ersten Lebensmonaten eines Junghundes sollte der Hund nichts anders tun, als einfach ruhig mit dabei zu sein, wenn andere Hunde arbeiten.

 Er soll lernen, dass Schafe nicht gejagt werden und das man sich ruhig zu verhalten hat !

Parallel dazu wird der Grundgehorsam trainiert, wenn dieser zu 150% sitzt, geht es an das Furche laufen.  Dabei traben die Hunde entlang einer Weidegrenze auf und ab,
sodass die Schafherde auf der gewünschten Weide frisst.  Wenn der Hirte weiterziehen möchte, ruft er eines der Leitschafe der Herde zu sich und zieht weiter, während die Hunde weiter Weidegrenzen oder Übergänge sichern sollen. Durch das Furche laufen lernt der Junghund eine gesunde Distanz zu der Herde zu haben, denn zu viel Präsenz / Druck lässt die Schafe ausbrechen. Wenn der Hund dies alles erlernt hat geht es an das Gemeinsame ziehen mit den Schafen. Ein gut ausgebildeter Hund wird mit solch einem Aufbau niemals ein Schaf reißen, ernsthaft verletzen oder die Herde „sprengen“

                        .

 

Schafe sind keine Spielzeug und keine Sportgeräte für auslastungssuchende Hundehalter

Ganz klar muss hier auch auf den Tierschutz hingewiesen werden, die Schafe werden auf manchen Hüteseminaren regelrecht Opfer von blutigen Anfängern. Gerd Leder sagte einmal, dass sich kaum einer dieser Hundebesitzer darum schert, wenn sie einen unerfahrenen Hund nach dem anderen auf eine Handvoll verängstigter Schafe hetzen, die nie die Chancen haben etwas richtig zu machen, da der Hund dieser Aufgabe noch nicht gewachsen ist. Nicht selten sieht man dann Hütehunde ins Jagdverhalten kippen. Leidtragen sind hier die Schafe welche mit Panik in den Augen hin & her gehetzt werden. Seinen Hund auf Kosten eines anderen Lebewesens auszulasten ist Tierschutzrelevant! Es gibt einige seriöse Anbieter von Hüteseminaren, die großen Wert auf die Gesundheit Ihrer Schafe legen.
Trotzdem ist diese Art der Beschäftigung kritisch zu betrachten.

Abgesehen davon, sollte sich jeder Hundebesitzer selbst die Frage stellen:
Ist es wirklich sinnvoll, in seinem Hütehund etwas zu „wecken“, was man nicht dauerhaft bedienen kann? Unter Umständen generiert man sich dadurch selbst ein Problemverhalten.

Hierzu ein schöner Auszug eines Artikels von Norman Mrozinski, zum Thema Hüte Tourismus:“.

Kein Besitzer eines Dackels käme auf die Idee, seinen Hund zur Beschäftigung mal in einen Fuchsbau zu schicken, nur weil es zum ursprünglichen Aufgabengebiet des Hundes gehört.

Leider finden sich zudem viele unseriöse Anbieter solcher Seminare. Hier sollte man immer einen Blick auf die Schafe werfen und wie sie sich verhalten.

Sind sie extrem scheu und machen einen gestressten Eindruck, würde ich immer empfehlen, sich samt Hund ins Auto zu setzen und nach Hause zu fahren.

Den ganzen Artikel kann man nachlesen unter folgendem Link:
http://nomro.de/arbeitstiere-sportgeraete-auf-vier-beinen-oder-einfach-huetehunde-2/

 

Begriffserklärungen

CANT = Nationaler Instinkt-Test in Frankreich für Hunde bis zu einem Alter von 18 Monaten
Ab 2020 wird der CANT durch die offizielle FCI Prüfung NHAT ersetzt

NHAT = Natural Herding Aptitude Test; Instinkt-Test OHNE Altersbegrenzung

HWT TS =  Herding Working Test  Traditional Style

HWT CS = Herding Working Test CS = ist ausschliesslich für Border Collie CS = Collecting Style

IHT TS 1, 2 und 3 =   International Herding Trails Traditionale Style

IHT TS1, 2 und 3 CS = ist ausschließlich für Border Collie CS = Collecting Style

Nachzulesen unter folgendem Link:
http://www.fci.be/de/Hutehunde-60.html

 

Voraussetzungen zum NHAT

KEINE ! –der NHAT ist ein natürlicher Instinkttest, der Hund sollte kein Training im Vorfeld erhalten habe, da der Richter das natürliche Hüteverhalten des Hundes bewertenmöchte.
Zudem sehen erfahrene Richter aufgrund der Reaktion der Hunde ob diese bereits trainiert wurden oder nicht. Zudem kann es sein, dass trainierte Hunde ohne Kommandos des Besitzers sich nicht richtig trauen, ihren Instinkt natürlich zu zeigen, da sie im Vorfeld bereits Korrekturen erfahren haben. Vertraut euren Hunden und versucht nicht immer alles im Vorfeld kontrollieren zu wollen! Es ist keine Schande, wenn ein Hund kein Interesse an den Schafen hat, das macht ihn sicherlich nicht zu einem schlechteren Hund. Es gibt für jedes Mensch-Hunde-Team die richtige Bestimmung.

Ablauf

Der NHAT muss als Erstes abgelegt werden.
Mit bestandenen NHAT hat man die Zulassung für den HWT.

Mit dem bestanden HWT hat man die Zulassung um in den verschiedenen Klassen auf Turnieren starten zu dürfen à  IHT TS 1, 2, 3

IHT TS 1-3 sind die verschiedenen Klassen, diese haben unterschiedliche Aufgaben und Schwierigkeitsgrade. Nach bestanden IHT1 mit einer gewissen Punktzahl darf / muss man in der IHT 2 starten, dasselbe gilt für den Aufstieg von der IHT 2 in die höchste Klasse IHT 3.

Man bekommt wie auf Ausstelllungen CAC´s ab der IHT 3, so kann man den Titel
FCI Arbeits-Champion erreichen.

 

Änderungen ab 2020 für den CANT / Club Amis du Beauceron

Anbei möchten wir Euch eine aktuelle Änderung zum CANT aufzeigen, dies ist eine Neuregelung und wird ab sofort in Kraft treten. Alle weiteren Bedingungen für Hunde die bereits den NHAT haben, werden in den nächsten Wochen detailliert aufgezeigt werden.

Nachzulesen unter folgendem Link:

http://www.amisdubeauceron.org/informations/informations.html

 

Übersetzung des Textes CANT / NHAT

Im Anschluss an die Fragen, die sich aus den im Umlauf befindlichen Informationen zum Ersatz des CANT durch den NHAT ergeben, bat ich Herrn Jean-Paul KERIHUEL, diesen Ersatz zu bestätigen und die Modalitäten festzulegen; hier ist seine Antwort:

„Das Protokoll der Sitzung der Herdenkommission vom 5. November 2019 wurde auf der Sitzung des CCS-Ausschusses erst am 28. Januar 2020 validiert.

Es gibt eine Änderung für den CANT.

Um die französischen Herden- und FCI-Herdenprüfungen zu standardisieren, trägt der CANT den Namen FCI: NHAT Natural Herding Aptitude Test.

Die Tests sind unverändert, außer dass es keine maximale Altersgrenze mehr gibt.
Hunde ab 6 Monaten können es bestehen.

Alle unsere französischen Herdenrichter sind FCI-Herdenrichter, daher sind alle unsere Richter befugt, den NHAT zu bestehen. “

Die Entscheidung ist sehr neu, da sie am 28. Januar in einer Sitzung des CCS-Ausschusses bestätigt und gestern, 31. Januar, formalisiert wurde.

 

Folgendes gilt für unseren Club:

Der CANT wird daher durch den NHAT ersetzt und es wird daher keine maximale Altersgrenze mehr geben.Theoretisch ist dies die einzige Änderung:

Dieser Test kann daher immer ab einem Alter von 6 Monaten abgelegt werden, der Zugang zu Bewertung 2 kann jedoch nur erfolgen, wenn der Test ab einem Alter von 12 Monaten bestanden wurde.In der Praxis müssen die NHAT-Organisatoren die NHAT-Vorschriften einhalten.

 

Termine

Einige Termine & Prüfungen sind unter folgendem Link einzusehen:

https://dog-db.net/calendar

Geschrieben von Constantin & Yvonne Renz