Berichte Hundesport

Berichte Hundesport aus dem CJ 05/2020

Run around the World – die Kilometersammel Challenge von lauf-weiter.de

Wir laufen um die Welt hieß das Motto vom 15.07. – 21.07.2020 von lauf-weiter.de.

Auch das Team Double Dews war diesmal  mit einigen Läufern als reines Beauceron-Team am Start. Die Läufer kamen aus Österreich und Deutschland, davon 4 Mitglieder des CFH.

Um die Laufzeiten ging es auch in dieser Challenge nicht, nur um die gelaufenen Kilometer. Eine Weltumrundung beträgt  40.075 km, die mit allen Startern in 7 Tage angestrebt wurden.

Sarah und ich haben sich den Spaß erlaubt und sind einmal den Rundweg von Rußland nach Amerika gelaufen, den es in der Gemeinde Friedeburg gibt. Die Länge des Weges beträgt etwa 6,7 km.

                                             

 

Nach 7 Tagen sind 2599 Läufer/innen 2,25 mal um die Welt gelaufen. Insgesamt waren das  90.306,60 km. Was für eine Wahnsinnsleistung!

Es gab zwar keine Teamwertung, trotzdem hat sich Team Double Dews bei der Wärme wieder großartig geschlagen. Bei  2599 gemeldet Läufern hat auch jedes einzelne Teammitglied eine tolle Platzierung erreicht, auch wenn teilweise aus gesundheitlichen Gründen nicht alle die Woche durch laufen konnten.

                                             

Die Ergebnisse lauten wie folgt:

Manuela mit Hila, CFH, Platz 314 mit 66,14 km

Svenja mit Kando und Perry, CFH, Platz 421 mit 58,85 km

Martina mit Nissa, Österreich, Platz 569 mit 51,03 km

Kathrin mit Isa, Deutschland, Platz 622 mit 48,94 km

Silke mit Isis und Nellie, CFH, Platz 996 mit 34,87 km

Sarah mit Aoibheann, Deutschland, Platz 1137 mit 30,95 km

Andrea mit Kiara und Tori, Deutschland, Platz 1595 mit 20,67 km

Iris mit Heloise, Österreich, Platz 1763 mit 17,21 km

Nicole mit Diesel und Jeanne, CFH, Platz 2408 mit 1,42 km

Iris und Nicol mussten leider aufgrund Erkrankung des Hundes bzw. eigener Erkrankung vorzeitig abbrechen, aber zusammen hat das Team 330,08 km erlaufen. Klasse Leistung, weiter so.

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 04/2020

 

Die  1. Canicross Championship von Lauf-weiter.de

 

Nach dem der Virtuelle Franzosenlauf so ein Erfolg war, wurde eine weitere Challenge in Angriff genommen.

Nahezu die gleichen Starter verabredeten sich zur 1. Canicross Championship des Veranstalters Lauf-weiter.de. Mit einem Unterschied:  Das Team „Double Dews“ bestand diesmal ausschließlich aus Läufern mit Beaucerons, ebenfalls aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Vom 01. – 07.06.2020 konnte man in den Disziplinen 2 km, 5 km und 10 km Laufen oder Walken. Das Team „Double Dews“ hatte sich mit 23 Läufer in allen 3 Disziplinen angemeldet, u.a. Monique mit Dara über 10 km, Svenja mit Kando, Silke mit Isi, Nicol mit Jeanne, Sabine mit Jako und ich mit Hila über 2 km.  Leider konnten dann verletzungsbedingt 2 Teams nicht starten, darunter Svenja mit Kando. Gute Besserung weiterhin an Svenja und wir freuen uns auf den nächsten Lauf.

Jeder Teilnehmer konnte zu Hause so laufen, wie es ihm und seinem Teampartner Hund am Besten tat. Früh morgens oder in den Abendstunden war möglich und war völlig unabhängig von Datum und Uhrzeit. Am 01.06. war es noch sehr warm, so starteten einige Teams schon früh morgens. So wie meine Freundin Sarah, die wieder mit Aoibheann an den Start ging und ich, die schon um 7 Uhr am Start  für die 5 km Strecke standen. Das war auch gut so, denn es wurde sehr schnell viel zu warm.

Mit einer Zeit von 43:30 Minuten für Hila und mich sowie 46:06 Minuten für Sarah und Aoibheann kamen wir ins Ziel.

Am Donnerstag war es mittlerweile abgekühlt und es regnete auch ein bisschen, als wir dann für die 2 km an den Start gingen. Hier konnten wir unsere Laufzeit vom Franzosenlauf  weit unterbieten. Hila und ich konnten eine Zeit von 16:25 Minuten und Sarah mit Aoibheann schafften 16:56 Minuten.

Am Sonntagvormittag stellte ich mich dann alleine der Herausforderung und lief meine letzten 2 km und verbesserte meine Zeit noch einmal auf 15:13 Minuten.

Insgesamt stelle unser Team 14 Finisher über 2 km und landete mit einer Durchschnittszeit von 12:43 Minuten  auf Platz 21 der Manschaftswertungen.

Außerdem waren  Nicol mit Diesel sowie ich mit Hila über 5 km am Start.  Insgesamt 6 Teammitglieder  liefen die 5 km Strecke und landeten mit einer Durchschnittszeit von 35:45 Minuten auf dem 15. Platz.

In der Mannschaftswertung stellten wir dann mit 21 Finishern das zweitgrößte Team und erliefen uns mit 68 Kilometern jeweils den 2. Platz.

Einzelergebnisse lauten wie folgt nach Altersklasse über 2 km:

 

AK w U23

Jessi mit Daewen, Schweiz, 07:58 Minuten, 3. Platz

Jessi mit Cyrano, Schweiz, 10:00 Minuten, 7. Platz

AK w  24

Maike mit Onyx, Deutschland, 11:05 Minuten, 12. Platz

AK w 30

Nicol mit Jeanne, Deutschland, 14:51 Minuten, 22. Platz

Sarah mit Aoibheann,  Deutschland, 16:56 Minuten, 24 Platz

 

AK w 35

Iris mit Heloise blue, Deutschland, 11:49 Minuten, 24. Platz

AK w 50

Andrea mit Tori, Deutschland, 12:20 Minuten, 3. Platz

Manuela mit Hila, Deutschland, 15:13 Minuten, 7. Platz

Susanne mit Jako, Deutschland, 15:30 Minuten, 8. Platz

Manuela mit Hila, Deutschland 16:25 Minuten, 10. Platz

Martina mit Nissa,  Österreich, 19:26 Minuten, 12. Platz

AK w 60

Silke mit Isis, Deutschland, 10:41 Minuten, 1. Platz

 

AK m 40

Markus mit Danny, Österreich, 08:00 Minuten, 2 x 2. Platz

Ergebnisse nach AK über 5 km:

 

AK w 24

Maike mit Onyx, Deutschland, 30:27 Minuten, 8. Platz

 

AK w 30

Sarah mit Aoibheann, Deutschland, 46:06 Minuten, 23. Platz

 

AK w 50

Andrea mit Tori, Deutschland, 31:20 Minuten, 10. Platz

Manuela mit Hila, Deutschland, 43:30 Minuten, 19. Platz

 

AK m 50

Dietmar mit Kiara, Deutschland, 22:33 Minuten, 3. Platz

 

Ergebnis nach AK über 10 km:

Monique mit Dara, Deutschland, 01:50,16 Std, 8. Platz

 

Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich auf‘s nächste virtuelle Laufevent mit dem Team Double Dews.

 

Die virtuelle Strongdog Challenge “A real Strongdog never gives up” am 9./10.5.2020

 

Eine Woche nach dem Virtuellen Franzosenlauf der AG Beauceron fand über Facebook und der Internetseite derhundling.de die nächste virtuelle Veranstaltung statt.

Silke mit Isis und ich mit Hila haben uns spontan dazu entschieden, daran teilzunehmen und uns in der Klasse Beginner Bikejöring 2 x 2 km zu versuchen.

Zur Auswahl gab es auch noch für Beginner  2 x 2 km Canicross und 2 x 2 km Dogscooter, sowie die Elite (Fortgeschrittene) 2 x 4 km Canicross, 2 x 4 km Bikejöring und 2 x 4 km Dogscooter.

Außerdem gab es die sogenannte Trophy, bei  der über 3 Tage verschiedene Streckenlängen gelaufen wurde. Am Freitag Abend 3 km, Samstag Morgen 5 km, Samstag Abend 2 km Sonntag Morgen 8 km.

Ein Duathlon über 4 km Bikejöring oder Dogscooter  und direkt im Anschluß ohne Pause 2 km Canicross sowie 22 km an einem Tag Laufen oder Wandern wurde ebenfalls angeboten.

Man konnte Tickets ab 5 € erwerben, ab 25 € bekam man die Strongdog Medaille per Post zugesendet. Natürlich konnte man diese Etappen auch ohne Ticket laufen, dann aber ohne Aufnahme in die Rangliste.

Kurz vor dem Event verkürzte der Veranstalter aufgrund der warmen Temperaturen die Strecken der Elite ebenfalls auf 2 x 2 km und die Klassen Beginner und Elite zusammengefasst. Die Trophy wurde auf 2 km, 3 km, 2 km und 5 km gekürzt, Duathlon auf 2 km Bikejöring oder Dogscooter und 1 km Canicross. Die 22 km Laufen bzw. Wandern wurden belassen und auf die vor Ort herrschenden Temperaturen hingewiesen.

Für Hila und mich war es das erste Bikejöringrennen überhaupt, sowohl real als auch virtuell. Wir haben mit den Vorbereitungen zwar angefangen, aber die Saison war fast vorbei. In unserer Region gibt es in der Winterlaufserie kaum Bikejöring oder Dogscooter in den Turnieren, weil es der Genehmigung durch die jeweilige Forstbehörde bedarf.

Um im Tierpark Ströhen als Gaststarter beim Event “Gesund mit Hund” vom SSV Südoldenburg teilzunehmen, waren wir im Training noch nicht weit genug, außerdem hatte ich die Ausstellung in Lingen gemeldet. So einigten wir uns in unserer Trainingsgruppe darauf, am 1. Mai früh morgens  ein Trainingsrennen zu simulieren, um die Athmosphäre kennenzulernen. Durch die Coronakrise ist all das nun alles ausgefallen.

Aber wie schon gesagt, besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und so starteten wir nun zum zweiten Mal virtuell. Silke mit Isis bei sich zu Hause und ich oben im Norden.

Am Samstag und Sonntag morgen jeweils  um 7:30 Uhr traf ich mich mit meiner Freundin an unserer Rennstrecke. Durch die mangelnde Erfahrung ist unser Start noch nicht sortiert. Meine  Freundin war der Doghandler und hat Hila bis zum Go am Halsband gehalten. Und dann ging es los, zum ersten Mal direkt am Start ohne Bremse. Nur Fliegen ist schöner! Hila und ich gaben alles und wir sausten mit 05:26 min ins Ziel!

Einfach spitzenmäßig! Unsere Höchstgeschwindigkeit lag bei 24,4 km/h, das haben wir im Zug noch nie erreicht.

Am Sonntag habe ich Hila dann ohne Doghandler gestartet, erstaunlicherweise blieb sie ruhig sitzen, bis sie das Go bekam. Vom sogennanten Lineout sind wir aber noch meilenweit entfernt, bei dem der Hund bei gespannter Leine in Laufrichtung steht oder sitzt. Trotzdem kamen wir ohne größere Probleme vom Start weg und auch jetzt gab Hila alles, was sie konnte. Die Höchstgeschwindigkeit vom Tag davor haben wir mit 27,3 km/h überboten, aber das zollte auch ihren Tribut. Als die Sonne rauskam und die Luft stickig wurde, verliess sie die Kraft und wir beendeten die Strecke mit 05:43 min. Für uns als totale Anfänger sind das sagenhafte Zeiten und wir landeten in der zusammengefassten Rangliste immerhin auf Platz 14 von 17 Teilnehmern. Für uns als absolute Anfänger inmitten von erfahrenen Teams eine Spitzenleistung, besonders, wenn man bedenkt, dass ein Singlerace ohne weitere Teilnehmer extrem schwierig sein kann, weil dem Hund die Motivation zum Auf- und Überholen fehlt.

Silke und Isis konnten am Samstag eine tolle Zeit von 04:58 min erzielen, am Sonntag war das Team dann noch mal um 10 Sekunden schneller und es standen 04:48 min auf der Uhr. In der Gesamtwertung erreichte das Team einen sensationellen 6. Platz.

Auch wenn wir uns nicht sehen konnten, haben Silke und ich uns gegenseitig angefeuert und uns an den Ergebnissen des anderen Teams erfreuen. Auch so geht Sport…immer wieder gerne, Silke und Isis.

Natürlich können Hila und ich uns im Moment noch weder gegen die erfahrenen Biker behaupten, noch gegen die speziellen Hounds, die für solche Rennen gezüchtet werden. Deren Leben ist schlicht und einfach Rennen laufen, dafür sind sie geboren.

Aber für eine kleine Beauceronhündin von nur 62 cm ist das eine tolle Leistung für Hila und ich bin super stolz auf sie. Über den Sommer werden wir dann überwiegend schwimmen gehen, um Kraft und Ausdauer zu trainieren und bei passenden Temperaturen im Freilauf am Fahrrad unterwegs sein, wenn die Brut- und Setzzeit vorbei ist.

Wir sehen uns bei weiteren virtuellen Abenteuern wieder und hoffentlich auch bald in der Realität.

Eure Manuela mit Hila & Aoibheann, die für derartige Anstrengungen nichts übrig hat.

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 03/2020

 

Die erste LVM Canicross Weser Ems

Ein Jahr nach meinem Unfall, bei dem ich mir den rechten Knöchel gebrochen habe, wollte ich erneut beim HSV Quakenbrück beim 1000 m Geländelauf antreten.

Angeboten wurde es allerdings als erste Landesverbandsmeisterschaft Weser-Ems für Canicross seit der Änderung der Prüfungsordnung.

Egal, gemeldet habe ich trotzdem. Was soll schon passieren?

Ich bin mit Hila in der Altersklasse weiblich ab 50 Jahren gestartet, zusätzlich ist sie mit einer Vereinskollegin vom HSV Oldenburg Wildenloh über 5000 m in der Altersklasse weiblich ab 19 Jahren gestartet.

Auf dem schweren Boden der Pferderennbahn Quakenbrück und durch den Wald konnten die Zwei die 5000 m in 27:02 Minuten den 4. Platz erreichen.

Die Qualifikation für die Bundessiegerprüfung Canicross Ende März verpasste das Team leider um 2 Minuten.

Die Strecken über 2000 und 1000 m wurden komplett auf der Rennbahn gelaufen.

Keine einfache Angelegenheit, da sich Wühlmäuse und Maulwürfe dort gütlich getan haben. Jeder Läufer empfand die Strecke als schwierig zu laufen. Trotzdem konnten gute Zeiten erzielt werden.

Hila und ich waren fast zum Schluss erst dran. Es waren nicht viele Starter in meiner Altersklasse am Start und am Ende durften wir uns Landesverbandsmeisterin im 1000 m Geländelauf nennen. Wir waren schneller als die Siegerin in der Abteilung Canicross in der Altersklasse weiblich ab 50 Jahren, als auch die Landesverbandsmeisterin in der Altersklasse weiblich ab 35 Jahren.

Ich bin sehr stolz auf meine kleine Chaosqueen, die gerade mal 2 1/4 Jahre alt ist. Wir haben schon so viel erreicht und werden noch viel weiter gehen.

Manuela mit Oilily Jeans Legendary Denim – Hila

 

Der 1. Virtuelle Franzosenlauf der AG Beauceron am 1. und 2. Mai.

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen!

In der letzten Aprilwoche schrieb mich Svenja, die 1. Vorsitzende der AG Beauceron an, ob wir nicht gemeinsam eine virtuelle Veranstaltung planen wollen.

Da aufgrund der Coronakrise sämtliche Veranstaltungen mit und ohne Hund abgesagt wurden, sich aber einige ausgefuchste Veranstalter sich virtuelle Läufe haben einfallen lassen.

Vorreiter war hier Camp Canis, die am ursprünglichen Eventtag einfach einen Livestream schalteten und man dort die gestellten Aufgaben erledigte.

Ein Video findet man auf YouTube unter https://youtu.be/q1srMnqDQ4c.

Die Zeit war wie immer egal, Spaß sollte es machen. Und das hat es definitiv.

Die nächsten Veranstalter waren die Hessenhounds, die den Vulcanicross ebenfalls virtuell veranstalteten. Einige CFHler wie Silke Greiner und ich haben daran teilgenommen.

Von ihr stammte auch die Idee zum 1. Virtuellen Franzosenlauf, der für alle unsere Rassen offen sein sollte. Danke, Silke. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Event, wenn es heißt: 2. Virtueller Franzosenlauf – Allein und doch gemeinsam.

Eure Manuela mit Aoibheann und Hila

 

Was genau ist eigentlich Canicross?

Es handelt sich dabei um einen Geländelauf, bei dem der Hund mit einem entsprechenden Geschirr und einer flexiblen Zugleine mit dem Laufgurt mit dem Hundeführer verbunden ist.

Anders als beim Geländelauf sind die Strecken nicht auf 1000, 2000 und 5000 m festgelegt, sondern können dem Gelände angepasst werden. Es wird unterschieden in Sprint-, Kurz- und Langstrecke.

Außerdem ist es möglich, mit 2 Hunden gleichzeitig zu laufen. Seitdem Canicross der Prüfungsordnung des Turnierhundesports angegliedert wurde, muss das Team auch für die Geländeläufe keine Begleithundprüfung mehr bestanden haben, sondern eine Vorprüfung, bei der der Hund einen kurzen Verkehrsteil mit Unbefangenheitsüberprüfung ablegen muss.

Hierbei darf er sich weder Mensch noch Hund gegenüber aggressiv verhalten.

Canicross steht auch den Hundesportlern ohne Vereinszugehörigkeit offen. Sie benötigen für ihren Start lediglich eine sogenannte Turnierkarte.

Der Prüfungsordnung wurden auch Bikejöring und Dogscooter zugeordnet. Hierbei überwinden 1-2 Hunde vor dem Mountainbike oder einem geländegängigen Dogscooter mit ihrem Hundeführer in der Regel die gleiche Strecke wie die Läufer, nur deutlich schneller.

Ursprünglich waren diese drei Disziplinen nur einem Schlittenhundeverband zugeordnet. In einem Pilotprojekt wurde Dogscootering in der Winterlaufserie des THS integriert und schließlich mit der neuen Prüfungsordnung 2019 fest verankert.

Während Canicross auch im Sommer weiter stattfinden kann, sind Dogscooter und Bikejöring reine Wintersportarten.

Natürlich gibt es auch weiterhin Veranstaltungen vom VDSV, dem Verband Deutscher Schlittenhunde Vereine. Für diese Starts gelten wiederum andere Regeln und Voraussetzungen, die beim VDSV und deren Mitgliedsvereine erfragt werden können.

                             

                 

 

Berichte Hundesport aus dem CJ 02/2020

 

Hütearbeit

Die Hütearbeit steht in erster Linie für einen respektvollen Umgang mit dem Tier,
egal ob Hund oder Schaf

Die Schäferei ist ein wertvolles Kulturgut. Hirte ist einer der ältesten Berufe der Menschengeschichte. Eine Jahrhunderte alte Tradition, die aber immer noch brandaktuell ist. Schafbeweidung hält die Landschaft offen, erhält Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, schützt vor Hochwasser durch Deichsicherung, pflegt Solarparks. Dazu liefern Schafe und Lämmer Fleisch welches man noch guten Gewissens essen kann.

Den Tieren ging es zeitlebens gut, sie sind draußen in einem natürlichen Lebensumfeld herangewachsen und haben kein Futter von anderweitig nutzbaren Flächen verbraucht.

Dazu gibt das Schaf mit seiner Wolle eine nachwachsende Ressource, die vielseitig einsetzbar ist, von Bekleidung bis zur Innenverkleidung bei Flugzeugen, da nicht entflammbar und niemals Sondermüll.

Unser Interesse als Hobbyhüter, gilt den Respekt diesem ehrenhaften Beruf zu zollen und vielleicht ein Stückchen mitzuhelfen ihn nicht aussterben zu lassen.

Die Hütearbeit spiegelt sehr schön die Mensch-Hund-Beziehung wieder, und verlangt von beiden Parteien, Respekt, Vertrauen und einen absoluten Grundgehorsam des Hundes.   In den ersten Lebensmonaten eines Junghundes sollte der Hund nichts anders tun, als einfach ruhig mit dabei zu sein, wenn andere Hunde arbeiten.

 Er soll lernen, dass Schafe nicht gejagt werden und das man sich ruhig zu verhalten hat !

Parallel dazu wird der Grundgehorsam trainiert, wenn dieser zu 150% sitzt, geht es an das Furche laufen.  Dabei traben die Hunde entlang einer Weidegrenze auf und ab,
sodass die Schafherde auf der gewünschten Weide frisst.  Wenn der Hirte weiterziehen möchte, ruft er eines der Leitschafe der Herde zu sich und zieht weiter, während die Hunde weiter Weidegrenzen oder Übergänge sichern sollen. Durch das Furche laufen lernt der Junghund eine gesunde Distanz zu der Herde zu haben, denn zu viel Präsenz / Druck lässt die Schafe ausbrechen. Wenn der Hund dies alles erlernt hat geht es an das Gemeinsame ziehen mit den Schafen. Ein gut ausgebildeter Hund wird mit solch einem Aufbau niemals ein Schaf reißen, ernsthaft verletzen oder die Herde „sprengen“

                        .

 

Schafe sind keine Spielzeug und keine Sportgeräte für auslastungssuchende Hundehalter

Ganz klar muss hier auch auf den Tierschutz hingewiesen werden, die Schafe werden auf manchen Hüteseminaren regelrecht Opfer von blutigen Anfängern. Gerd Leder sagte einmal, dass sich kaum einer dieser Hundebesitzer darum schert, wenn sie einen unerfahrenen Hund nach dem anderen auf eine Handvoll verängstigter Schafe hetzen, die nie die Chancen haben etwas richtig zu machen, da der Hund dieser Aufgabe noch nicht gewachsen ist. Nicht selten sieht man dann Hütehunde ins Jagdverhalten kippen. Leidtragen sind hier die Schafe welche mit Panik in den Augen hin & her gehetzt werden. Seinen Hund auf Kosten eines anderen Lebewesens auszulasten ist Tierschutzrelevant! Es gibt einige seriöse Anbieter von Hüteseminaren, die großen Wert auf die Gesundheit Ihrer Schafe legen.
Trotzdem ist diese Art der Beschäftigung kritisch zu betrachten.

Abgesehen davon, sollte sich jeder Hundebesitzer selbst die Frage stellen:
Ist es wirklich sinnvoll, in seinem Hütehund etwas zu „wecken“, was man nicht dauerhaft bedienen kann? Unter Umständen generiert man sich dadurch selbst ein Problemverhalten.

Hierzu ein schöner Auszug eines Artikels von Norman Mrozinski, zum Thema Hüte Tourismus:“.

Kein Besitzer eines Dackels käme auf die Idee, seinen Hund zur Beschäftigung mal in einen Fuchsbau zu schicken, nur weil es zum ursprünglichen Aufgabengebiet des Hundes gehört.

Leider finden sich zudem viele unseriöse Anbieter solcher Seminare. Hier sollte man immer einen Blick auf die Schafe werfen und wie sie sich verhalten.

Sind sie extrem scheu und machen einen gestressten Eindruck, würde ich immer empfehlen, sich samt Hund ins Auto zu setzen und nach Hause zu fahren.

Den ganzen Artikel kann man nachlesen unter folgendem Link:
http://nomro.de/arbeitstiere-sportgeraete-auf-vier-beinen-oder-einfach-huetehunde-2/

 

Begriffserklärungen

CANT = Nationaler Instinkt-Test in Frankreich für Hunde bis zu einem Alter von 18 Monaten
Ab 2020 wird der CANT durch die offizielle FCI Prüfung NHAT ersetzt

NHAT = Natural Herding Aptitude Test; Instinkt-Test OHNE Altersbegrenzung

HWT TS =  Herding Working Test  Traditional Style

HWT CS = Herding Working Test CS = ist ausschliesslich für Border Collie CS = Collecting Style

IHT TS 1, 2 und 3 =   International Herding Trails Traditionale Style

IHT TS1, 2 und 3 CS = ist ausschließlich für Border Collie CS = Collecting Style

Nachzulesen unter folgendem Link:
http://www.fci.be/de/Hutehunde-60.html

 

Voraussetzungen zum NHAT

KEINE ! –der NHAT ist ein natürlicher Instinkttest, der Hund sollte kein Training im Vorfeld erhalten habe, da der Richter das natürliche Hüteverhalten des Hundes bewertenmöchte.
Zudem sehen erfahrene Richter aufgrund der Reaktion der Hunde ob diese bereits trainiert wurden oder nicht. Zudem kann es sein, dass trainierte Hunde ohne Kommandos des Besitzers sich nicht richtig trauen, ihren Instinkt natürlich zu zeigen, da sie im Vorfeld bereits Korrekturen erfahren haben. Vertraut euren Hunden und versucht nicht immer alles im Vorfeld kontrollieren zu wollen! Es ist keine Schande, wenn ein Hund kein Interesse an den Schafen hat, das macht ihn sicherlich nicht zu einem schlechteren Hund. Es gibt für jedes Mensch-Hunde-Team die richtige Bestimmung.

Ablauf

Der NHAT muss als Erstes abgelegt werden.
Mit bestandenen NHAT hat man die Zulassung für den HWT.

Mit dem bestanden HWT hat man die Zulassung um in den verschiedenen Klassen auf Turnieren starten zu dürfen à  IHT TS 1, 2, 3

IHT TS 1-3 sind die verschiedenen Klassen, diese haben unterschiedliche Aufgaben und Schwierigkeitsgrade. Nach bestanden IHT1 mit einer gewissen Punktzahl darf / muss man in der IHT 2 starten, dasselbe gilt für den Aufstieg von der IHT 2 in die höchste Klasse IHT 3.

Man bekommt wie auf Ausstelllungen CAC´s ab der IHT 3, so kann man den Titel
FCI Arbeits-Champion erreichen.

 

Änderungen ab 2020 für den CANT / Club Amis du Beauceron

Anbei möchten wir Euch eine aktuelle Änderung zum CANT aufzeigen, dies ist eine Neuregelung und wird ab sofort in Kraft treten. Alle weiteren Bedingungen für Hunde die bereits den NHAT haben, werden in den nächsten Wochen detailliert aufgezeigt werden.

Nachzulesen unter folgendem Link:

http://www.amisdubeauceron.org/informations/informations.html

 

Übersetzung des Textes CANT / NHAT

Im Anschluss an die Fragen, die sich aus den im Umlauf befindlichen Informationen zum Ersatz des CANT durch den NHAT ergeben, bat ich Herrn Jean-Paul KERIHUEL, diesen Ersatz zu bestätigen und die Modalitäten festzulegen; hier ist seine Antwort:

“Das Protokoll der Sitzung der Herdenkommission vom 5. November 2019 wurde auf der Sitzung des CCS-Ausschusses erst am 28. Januar 2020 validiert.

Es gibt eine Änderung für den CANT.

Um die französischen Herden- und FCI-Herdenprüfungen zu standardisieren, trägt der CANT den Namen FCI: NHAT Natural Herding Aptitude Test.

Die Tests sind unverändert, außer dass es keine maximale Altersgrenze mehr gibt.
Hunde ab 6 Monaten können es bestehen.

Alle unsere französischen Herdenrichter sind FCI-Herdenrichter, daher sind alle unsere Richter befugt, den NHAT zu bestehen. ”

Die Entscheidung ist sehr neu, da sie am 28. Januar in einer Sitzung des CCS-Ausschusses bestätigt und gestern, 31. Januar, formalisiert wurde.

 

Folgendes gilt für unseren Club:

Der CANT wird daher durch den NHAT ersetzt und es wird daher keine maximale Altersgrenze mehr geben.Theoretisch ist dies die einzige Änderung:

Dieser Test kann daher immer ab einem Alter von 6 Monaten abgelegt werden, der Zugang zu Bewertung 2 kann jedoch nur erfolgen, wenn der Test ab einem Alter von 12 Monaten bestanden wurde.In der Praxis müssen die NHAT-Organisatoren die NHAT-Vorschriften einhalten.

 

Termine

Einige Termine & Prüfungen sind unter folgendem Link einzusehen:

https://dog-db.net/calendar

Geschrieben von Constantin & Yvonne Renz