Protokoll

 

Protokoll Mitgliederversammlung

der AG Verhalten am 17.09.2023

 

Ort:                                    Hildesheim, Wackenstedter Stieg

Beginn:                             10:15Uhr

Ende:                                 12:40 Uhr

Versammlungsleitung:     B. Ank-Jurczyk (Vorsitzende der AGV)

 

Anwesende Mitglieder lt. Anwesenheitsliste: 11

Gast: 1

Entschuldigt fehlen: M. Eckey, H. Gesser, G. Keller, H. Keller, Ch. Koch, R. Koch, S. Koch, I. Weiss

 

TOP 1:   Begrüßung

Begrüßung durch die Versammlungsleitung. Feststellung der frist- und formgerechten Einladung. Feststellung der Beschlussfähigkeit.

 

TOP 2:   Bericht des Vorstandes

Die Vorsitzende und der Kassierer geben ihre Berichte.

Die Beisitzer informieren über die Arbeit der Verhaltenskommission und die diesjährigen Verhaltenstests.

Im laufenden Kalenderjahr wurden vier Tests mit insgesamt 50 Teilnehmern durchgeführt. 42 Hunde haben den Test bestanden, 8 Hunde haben den Test nicht bestanden. Die Kommission beobachtet vermehrt eine mangelhafte Sozialisation und fehlende Grunderziehung. Beides wird von den Hundeführern mit angeblich rassespezifischem Verhalten begründet.

 

TOP 3:   Turnusmässige Neuwahl des AG-Vorstandes

Die Wahlleitung übernimmt C. Renz

Die Wahl erfolgt per Akklamation, auf eine schriftliche Wahl wird von der Versammlung verzichtet.

 

Wahl des Vorsitzenden

Barbara Ank Jurczyk stellt sich für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Ja-Stimmen: 10 / Nein-Stimmen: 0 / Enthaltungen: 1

Barbara Ank-Jurczyk nimmt die Wahl an

 

Wahl des stellv. Vorsitzenden

Uwe Schneider stellt sich zur Verfügung.

Ja-Stimmen: 10 / Nein-Stimmen: 0 / Enthaltungen: 1

Uwe Schneider nimmt die Wahl an

 

Wahl des Kassierers

Martin Zarte stellt sich für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Ja-Stimmen: 10 / Nein-Stimmen: 0 / Enthaltungen: 1

Martin Zarte nimmt die Wahl an

 

Wahl der zwei Beisitzer

Katja Cegla stellt sich für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Ja-Stimmen: 10 / Nein-Stimmen: 0 / Enthaltungen: 1

Katja Cegla nimmt die Wahl an

 

Frank Cegla stellt sich für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Ja-Stimmen: 10 / Nein-Stimmen: 0 / Enthaltungen: 1

Frank Cegla nimmt die Wahl an

 

TOP 4:   Verschiedenes

              Aussprache zum Zustand des CFH

Der Zustand des CFH wird kritisch gesehen und mit großer Sorge betrachtet. Auf nahezu allen Ebenen ist die ordnungsgemäße Abwicklung des Vereinsgeschehens beeinträchtigt.

 

Zustandsbeschreibung durch die Teilnehmer (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

 

–  Vorstand

Der vierköpfige Restvorstand hat sich einen Präsidenten zugewählt ohne Rücksicht auf dessen bestehenden Verpflichtungen innerhalb des Vereins.

Durch die Annahme der Wahl wurde der Ehrenrat funktionsunfähig, da der zugewählte Präsident hierfür den Ehrenratsvorsitz, für den er von der Mehrheit der Mitglieder gewählt worden ist, niederlegen musste.

Durch die Zuwahl haben die Vertreter der zahlenmäßig kleinsten Rasse sowohl im geschäftsführenden Vorstand als auch im Gesamtvorstand eine überproportionale Dominanz erhalten. Eine der beiden zahlenmäßig größeren Rassen ist dagegen aktuell überhaupt nicht vertreten.

Das Kommunikationsverhalten des Gesamtvorstandes gegenüber den Gremien und Funktionsträgern wird als absolut verbesserungswürdig gesehen. Der neue Präsident hat dies erkannt und war bereits telefonisch um persönlichen Kontakt zu verschiedenen Funktionsträgern bemüht.

 

–  Ehrenrat

Der Ehrenrat ist nicht ordnungsgemäß besetzt. Den CFH-Mitgliedern wurde durch die Zuwahl des Restvorstandes und den dadurch bedingten Verlust des Ehrenratsvorsitzenden ein wesentliches Element zur Wahrnehmung ihrer Rechte genommen.

 

–  Zuchtkommission

Die Zuchtkommission ist seit vielen Jahren nur in Teilen besetzt und kann ihre Arbeit in dieser Besetzung nicht ordnungsgemäß wahrnehmen.  Es ist kein Richterobmann vorhanden, die Ämter der Zuchtberater und stellvertretenden Zuchtberater sind nur teilweise besetzt.

Es wurde in der Vergangenheit versäumt, für alle Rassen langfristig stellvertretende Zuchtberater zu benennen und mit der Materie vertraut zu machen (Einarbeitung). So wird es schwer bis unmöglich, bei Ausscheiden von Zuchtberatern kurzfristig personellen Ersatz zu finden, der in der Lage ist, das Amt nahtlos fortzuführen.

 

–  LGs/AGs

Ordnungsgemäß ihre Aufgaben erfüllen derzeit von ursprünglich fünf LGs lediglich noch zwei (LG Süd und LG Nord),  von ursprünglich vier AGs lediglich noch drei (AG Verhalten, AG Beauceron und AG Picard).

LG West, LG Bayern, LG Ost und AG Briard hingegen kommen seit Jahren ihren satzungsgemäßen Verpflichtungen gegenüber dem Verein (zB die demokratische Wahl ihres jeweiligen Vorstandes) nicht nach. Bereits auf der letzten ordentlichen MGV wurde daher in Frage gestellt, dass sie juristisch überhaupt existent sind.

Trotzdem werden sie in Teilen vom Gesamtvorstand protegiert. Außerhalb der demokratisch von den Mitgliedern erstellten Vereinsordnungen entstehen Parallelstrukturen mit sogenannten „Orga-Teams“ und „Kontaktpersonen“, von denen niemand weiß, durch wen und nach welchen Kriterien sie benannt sind bzw. welche Aufgaben sie erfüllen.

 

  • Sonstiges
  • Einseitig werden die Züchter einer Rasse vom Gesamtvorstand aus dem Vereinsvermögen finanziell unterstützt.
  • Wesentliche Veranstaltungen werden nicht mehr in Präsenz, sondern nur noch digital durchgeführt.
  • Für einen mehrmaligen „Zukunftsworkshop“ werden Vereinsgelder verwendet. Obwohl er keinerlei satzungsgemäßen Entscheidungskompetenzen und Rechte hat, berufen sich Verantwortliche auf ihn. „Das haben wir im Workshop so besprochen.“
  • Für langjährige Leistungsträger des Vereins ist nach deren Ausscheiden Ersatz auch nach zeitintensiver Suche nicht zu finden. Der stete Ruf des Gesamtvorstandes nach notwendiger Verjüngung mag in der Theorie richtig sein, er geht jedoch komplett an der Realität vorbei, da junge Mitglieder, die bereit wären zum Engagement, nur vereinzelt zu finden sind und ebenso wie in anderen Vereinen auf breiter Front fehlen.
  • Die Züchterqualifizierung ist verbesserungswürdig. Oft fehlt züchterisches Grundwissen (Praxis) und die Kenntnis der administrativen Pflichten gegenüber dem Verein (Zuchtordnung).
  • Züchter und Mitglieder haben zum Teil ungeheure Anspruchshaltungen entwickelt. Es wird nur noch konsumiert ohne die Bereitschaft, sich zu engagieren und ohne das Bewusstsein, dass ein Verein durch seine Mitglieder lebt.

 

Erweiterte VSS

Die anwesenden Vorsitzenden der AG Verhalten sowie der LG Süd und der LG Nord halten eine Durchführung der kommenden erweiterten Vorstandssitzung als Zoom-Konferenz aufgrund der Gesamtsituation für nicht ausreichend und werden sich bezüglich einer Präsenz-Veranstaltung schriftlich an den Gesamtvorstand wenden. Für den neuen Präsidenten würde sich hier ein geeignetes Forum bieten, sich den Ehrenamtlichen vorzustellen.

 

Terminplanung

Antrag aus der Versammlung, durch die AGV einen Antrag an den Gesamtvorstand zu stellen mit folgendem Wortlaut:

 

Die Termine der beiden jährlichen Zuchtzulassungen sowie der ordentlichen Mitgliederversammlung des CFH sind unter Berücksichtigung übergeordneter VDH/FCI-Veranstaltungen frühzeitig festzusetzen und bekannt zu geben.

 

Begründung: Diese Termine strukturieren den zeitlichen Rahmen des Vereinsgeschehens. Sie sind daher wie früher im Club üblich als erste festzulegen, damit sich alle weiteren Vereinstermine im Kalenderjahr daran orientieren können. Eine Festlegung dieser Termine zu einem späteren Zeitpunkt und die Kollision mit anderen Veranstaltungen ist nicht im Interesse der Vereinsmitglieder.

 

Einstimmig angenommen ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung. Der Antrag wird beim Gesamtvorstand gestellt.

 

Internet-Auftritt

Die Internet-Präsenz des Vereins wird als dilettantisch und verbesserungswürdig empfunden. Die Seiten des CFH wurden zwar für viel Geld neu gestaltet, ein Mehrwert ist jedoch nicht erkennbar. Speziell für Briard-Züchter werden zunehmend Nachteile in der Außenwirkung befürchtet (Attraktivität für Welpeninteressenten gegenüber dem professionellen Auftritt des BCD). Von der Vorsitzenden der AG Verhalten wie von den Verantwortlichen mehrerer Landesgruppen wird übereinstimmend berichtet, dass der zugesicherte direkte Zugriff auf ihre Seiten in jüngster Vergangenheit zum wiederholten Male nicht möglich war. Nur über den Umweg Gesamtvorstand (Kassiererin) konnten die Seiten geändert werden.

 

LG-Süd-Schau im August in Gernsheim

Auf der diesjährigen LG-Süd-Schau wurde ein Briard-Rüde mit nur einem Hoden zum BOB und BIS prämiert. Das Richten eines solchen Hundes stellt einen eindeutigen Verstoß gegen die Ausstellungsordnung dar. Konkurrierende Mitbewerber wurden dadurch konkret benachteiligt und unser Verein dem Gespött innerhalb des VDH, speziell auch dem des direkten Wettbewerbers, preisgegeben. Es wird die Frage gestellt nach den Konsequenzen für die Verantwortlichen vor Ort (Ausstellungsleiter, Ringsekretär, Richter).

 

Beißvorfall auf der Picard-Spezial im Juni in Gernsheim

Von verschiedener Seite wurden Mitglieder der AG Verhalten darauf angesprochen, dass es auf der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung der Picard-Spezial in Gernsheim zu einem Beißvorfall gekommen sei, bei dem die Richterin Frau Cindy Kerssemeijer während der Ausübung ihrer Richtertätigkeit durch einen der gemeldeten Hunde am Arm und am Bauch verletzt worden ist. Frank Cegla teilt mit, dass er aufgrund entsprechender Gerüchte telefonisch die Zuchtbuchführerin Anne Böhler auf den Vorfall angesprochen hat. Diese hat ihm auf Nachfrage mitgeteilt, dass ein Picard-Rüde gezwickt habe. Die Mittagspause sei daraufhin vorgezogen worden und die Richterin vor Ort ärztlich versorgt worden. Die Versammlung stellt fest, dass die AG Verhalten von offizieller Seite nicht über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden ist. Es wird weiter festgestellt, dass jedes „Zwicken“ ein Beißen ist und dass der auf Fotos erkennbare Verband am Arm der Richterin durchaus eine ernstere Verletzung vermuten lässt. Obwohl mit Ausstellungsleitung, Schreiber, Ringhelfern, Richter, Richteranwärter, Mitausstellern und Zuschauern unzählige Zeugen den Vorfall miterlebt haben müssen, ist der AG Verhalten zum Hergang nichts bekannt. Verschiedene Vereinsmitglieder haben sich durch sämtliche im Internet auf der CFH-Seite veröffentlichten Fotos der Ausstellung geklickt und festgestellt, dass von dem betreffenden Hund und seinem Hundeführer kein einziges Bild zu finden ist, nicht vor, nicht während und nicht nach dem Ereignis. Der Umgang mit dem Vorfall lässt vermuten, dass dieser kollektiv verschwiegen und vertuscht werden soll.

 

Antrag aus der Versammlung, durch die AGV einen Antrag an den Gesamtvorstand zu stellen mit folgendem Wortlaut:

 

Die AG Verhalten bedauert, dass sie als das für das Verhalten unserer Hunde zuständige Vereinsgremium nicht über den Beißvorfall auf der diesjährigen Picard-Spezial informiert worden ist und bittet hiermit den Gesamtvorstand, dies unverzüglich in aller gebotenen Offenheit nachzuholen.

 

Begründung: Der Vorstand hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Ehrenamtlichen. Nur ein offener Umgang mit solchen Vorfällen erlaubt eine entsprechende Aufarbeitung und verhindert die Gerüchtebildung zum Nachteil einzelner Personen (zB Opfer, Hundeführer, Halter, Züchter), des konkreten Hundes, der Rasse oder des Vereins. Nur ein offener Umgang und umfängliche Information ermöglicht ggf. entsprechende Konsequenzen zum zuverlässigen Schutz weiterer Personen (zB temporäres od. dauerhaftes Ausstellungsverbot, Maßnahmen bei Teilnahme am VT, Meldung beim Ordnungsamt).

 

Einstimmig angenommen ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung. Der Antrag wird beim Gesamtvorstand gestellt.

 

Ende der Veranstaltung mit Dank an die Teilnehmer.

 

 

Barbara Ank-Jurczyk                                                                                                  Frank Cegla

Versammlungsleitung                                                                                               Protokoll